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Stadtpräsident legte sich mit der Mafia an – auf offener Strasse erschossen

Russische Killer haben in der bei Touristen beliebten Stadt Sergijew Possad bei Moskau den 35-jährigen Stadtpräsidenten mit Kopf- und Brustschüssen getötet. Die Hintergründe der Tat sind nicht klar.

Die Hinrichtung stehe vermutlich im Zusammenhang mit der beruflichen Arbeit des erst seit wenigen Monaten amtierenden Jewgeni Duschko, teilte die Staatsanwaltschaft nach Angaben von Medien in Moskau mit. Duschko hatte in der Vergangenheit berichtet, von kriminellen Wirtschaftskreisen bedroht zu werden.

Ermittler prüfen nach eigenen Angaben auch eine Beteiligung von Vertretern russischer Machtapparate an der Bluttat. Duschko selbst hatte vermutet, dass Banden die rund 100'000 Einwohner zählende Stadt unter ihre Kontrolle bringen wollten.

«Hat sich viele Feinde gemacht»

Seine Mitarbeiter berichteten, dass sich der «junge und energische politische Stratege» mit seinen Plänen, Ordnung in der Gemeinde zu schaffen, viele Feinde gemacht habe. Der flüchtige Täter feuerte nach Angaben der Ermittler die Schüsse aus einem Auto ab, als Duschko am Morgen sein Haus verlassen hatte, um zur Arbeit zu fahren.

Sergijew Possad mit seinen mehr als 100'000 Einwohnern ist berühmt für sein Dreifaltigkeitskloster, das als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO steht. In Russland werden Machtkonflikte immer wieder auch mit Gewalt ausgetragen.

SDA/pbe

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