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Tabubruch in Deutschland: Die AfD regiert mit

In Thüringen haben CDU und FDP mit der AfD zusammengearbeitet – zum Leidwesen ihrer Parteizentralen in Berlin.

Dominique Eigenmann, Berlin
Björn Höcke, der Fraktionsvorsitzende der AfD (rechts), gratuliert Thomas Kemmerich, dem FDP-Mann, der am Mittwoch zum Thüringer Ministerpräsident gewählt wurde. Foto: Martin Schutt/Keystone
Björn Höcke, der Fraktionsvorsitzende der AfD (rechts), gratuliert Thomas Kemmerich, dem FDP-Mann, der am Mittwoch zum Thüringer Ministerpräsident gewählt wurde. Foto: Martin Schutt/Keystone

Die Alternative für Deutschland hat in Thüringen den bürgerlich-konservativen Parteien eine Falle ausgelegt. Und die sind voll diebischer Freude mitten in sie hineingesprungen. Damit der Schwindel nicht auffiel, feierten sie sogar wie Sieger.

Um das ungeliebte linke Regierungsbündnis von Wahlsieger Bodo Ramelow loszuwerden, liessen sich die Verlierer FDP und CDU von der AfD helfen: Dank der Stimmen der Rechten wurde Thomas Kemmerich, Landeschef der FDP, zum Ministerpräsidenten gewählt. Bei der Landtagswahl im Oktober hatte die FDP nur haarscharf die 5-Prozent-Hürde übersprungen. Und nun glaubt sie im Ernst, sie stelle zurecht den Regierungschef? Die CDU von Mike Mohring machte bei der Farce bereitwillig mit. Vor der Wahl hatten beide Unterstützung von der AfD noch kategorisch abgelehnt.

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