FPÖ und SPÖ streiten nach Fünffachmord von Kitzbühel

Nach der Tat im Tiroler Ski-Ort wurde der mutmassliche Täter aus der FPÖ ausgeschlossen. Die SPÖ stellte ihn zuvor in die rechte Ecke.

Der Tatort: Noch immer sind die Behörden mit den Untersuchungen beschäftigt. (6. Oktober 2019) Bild: Kerstin Jönsson/AP

Der Tatort: Noch immer sind die Behörden mit den Untersuchungen beschäftigt. (6. Oktober 2019) Bild: Kerstin Jönsson/AP

Ein Tötungsdelikt an fünf Personen im österreichischen Kitzbühel hat die FPÖ und die SPÖ erfasst. Das Posting einer SPÖ-Ortsgruppe in Niederösterreich, das den 25-jährigen Tatverdächtigen in die rechte Ecke stellte, will die Partei ahnden.

Er entschuldige sich im Namen der SPÖ Niederösterreich «für das gespürlose und völlig pietätlose Posting der SPÖ Langenzersdorf», hielt nun SPÖ-Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar am Montag fest.

Es werde für den Verantwortlichen einen Parteiausschluss aufgrund parteischädigenden Verhaltens beantragt. Ein so tragisches Ereignis dürfe nicht für parteipolitische Zwecke missbraucht werden und sei der Sozialdemokratischen Partei unwürdig.

Verdächtigter aus FPÖ ausgeschlossen

Unterdessen hat die FPÖ in Tirol den 25-jährigen Verdächtigten aus der Partei ausgeschlossen. «Fakt ist, dass der mutmassliche Täter, im Jahr 2014, für zwei Monate als Jugendreferent Mitglied der Stadtparteileitung der FPÖ Kitzbühel war», teilte die FPÖ Tirol am Montag mit. Nach seinem Ausscheiden sei er einfaches Parteimitglied ohne Funktion oder Mandat gewesen.

Der 25-jährige Österreicher hat laut Geständnis am Sonntag seine 19-jährige ehemalige Freundin, deren Eltern und Bruder und den neuen Freund der jungen Frau aus Eifersucht erschossen.

fal/sda

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