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Tausende demonstrieren in Madrid vor dem Papstbesuch

In der spanischen Hauptstadt Madrid protestierten Tausende gegen die Ausgaben von Steuergeldern für den Papstbesuch. Dabei kam es zu heftigen Zusammenstössen zwischen der Polizei und Demonstranten.

Gegen die hohen Kosten des Weltjugendtages: Demonstranten liefern sich in Madrid Scharmützel mit der Polizei. (17. August 2011)
Gegen die hohen Kosten des Weltjugendtages: Demonstranten liefern sich in Madrid Scharmützel mit der Polizei. (17. August 2011)
Reuters
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Bei den Protesten gegen den Besuch von Papst Benedikt XVI. beim Weltjugendtag in Madrid sind am Mittwochabend elf Menschen verletzt worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hatten sie sich Auseinandersetzungen mit den Polizisten geliefert, als diese einen Demonstranten festnehmen wollten, der mit einer Flasche auf sie losgegangen war.

Nach Polizeiangaben hatten sich am Abend rund 5000 Demonstranten unter einem Spruchband mit der Aufschrift «Von meinen Steuern keinen Cent für den Papst» versammelt und waren dann zum Platz Puerta del Sol gezogen. Dort waren sie auf Teilnehmer des Weltjugendtags getroffen und hatten diese teilweise beleidigt. Sieben Demonstranten wurden festgenommen.

Zu hohe Kosten für Weltjugendtag

Ihr Protestmarsch am Mittwochabend richtete sich gegen Steuervergünstigungen für Sponsoren des Treffens und Vergünstigungen für Teilnehmer, weil damit die Kosten für den Weltjugendtag in Höhe von etwa 50 Millionen Euro durch den Steuerzahler subventioniert würden.

Ein Ereignis wie der Weltjugendtag sollte in Zeiten der Krise nicht so wuchtig und spektakulär gestaltet sein, sagte Raquel Mallavibarrena von der Organisation Redes Cristianas. Organisatoren der Kirche zufolge sind mit dem Papstbesuch keinerlei Kosten für die spanischen Steuerzahler verbunden, weil er unter anderem von Sponsoren und mithilfe privater Spenden finanziert werde.

Wortgefechte auf der Puerta del Sol

Zu der Kundgebung am Vorabend der Ankunft des Papstes hatten mehr als 140 Gruppen und Organisationen aufgerufen. Der staatliche spanische Rundfunk RNE bezifferte die Zahl der Demonstranten auf mehr als 5000. Teilnehmer hatten sich auf dem Platz Puerta del Sol im Zentrum der Stadt zunächst Wortgefechte mit jungen Katholiken geliefert.

Beim Weltjugendtag, der noch bis zum kommenden Sonntag dauert, werden über eine Million Besucher erwartet. Der Papst trifft heute in Madrid ein.

dapd/kpn

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