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Terroranschlag in London verhindert

Extremisten des IS wollten in der englischen Hauptstadt eine Bombe zünden. Ihr Ziel war schon einmal im Visier von Terroristen.

Geplantes Attentat: Die Garde der Königin trainiert vor der Militär-Parade In London.
Geplantes Attentat: Die Garde der Königin trainiert vor der Militär-Parade In London.
Keystone

In der englischen Hauptstadt London ist offenbar ein von der Terrormiliz Islamischer Staat geplantes Attentat verhindert worden. Dies berichtet die britische Boulevard-Zeitung «The Sun». Ein Investigativ-Reporter der Zeitung war den Attentätern auf die Schliche gekommen. Er hatte sich verdeckt bei einer IS-Gruppe eingeschleust und wurde angeheuert, um eine Bombe zu bauen und den einen Anschlag auszuführen. Stattdessen meldete der Reporter den Vorfall der Polizei.

Das Attentat sollte sich gezielt gegen die Einheit des Soldaten Lee Rigby richten, der 2013 in London auf offener Strasse von Islamisten getötet worden war. Wie die «Sun» berichtet, sollten Soldaten und Zuschauer einer Militärparade am Samstag getötet werden. Die Anti-Terroreinheit des britischen Geheimdienstes Scotland Yard ergriff diverse Massnahmen, um den Umzug zu schützen.

«Spring in die Menge und zünde die Bombe»

Junaid Hussain, ein nach Syrien geflohener Brite und IS-Mitglied, versuchte den Reporter anzuheuern. Hussain habe den Reporter «Bruder» genannt und angekündigt: «Das wird gross. Wir werden die Ungläubigen hart treffen. Wir werden ihre Soldaten in ihrem Land angreifen. Es wird Soldaten treffen, die im Irak und in Afghanistan waren.» Und dann richtete er sich an den vermeintlichen IS-Kumpanen: «Spring in die Menge und zünde die Bombe.»

Laut der britischen Zeitung gilt Hussain als Hacker und Anführer des IS-Cyber-Kalifats. Er koordiniere Angriffe aus der IS-Hochburg Raqqa. Der Extremist sass zudem bereits 2012 in Haft, weil er die E-Mails des einstigen Premierministers Tony Blair ausspioniert hatte.

Die Meldung über den vereitelten Terroranschlag kommt nur einen Tag, nachdem in Frankreich, Tunesien und Kuwait Islamisten mindestens 60 Menschen mit in den Tod rissen.

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