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Timoschenko zur Kandidatin für nächste Wahlen bestimmt

Das wichtigste ukrainische Oppositionsbündnis hat für die Wahlen im Jahr 2015 bereits seine Spitzenkandidatin aufgestellt. Die Oppositionellen hoffen, dass ein Gerichtsentscheid Timoschenko bald die Freiheit bringt.

Protestiert für die Freilassung Timoschenkos: Eine Frau vor dem Gefängnis in Charkiv. (27. November 2012)
Protestiert für die Freilassung Timoschenkos: Eine Frau vor dem Gefängnis in Charkiv. (27. November 2012)

Die inhaftierte ukrainische Politikerin Julia Timoschenko ist vom wichtigsten Oppositionsbündnis des Landes zur Präsidentschaftskandidatin für die Wahl im Jahr 2015 aufgestellt worden. Auf die Kandidatur einigte sich die Oppositionsallianz auf einem Kongress.

Das Bündnis besteht vor allem aus Timoschenkos Partei und der des ehemaligen Parlamentspräsidenten Arseni Jazenjuk. Timoschenko habe bewiesen, dass sie die europäischen und demokratischen Werte teile und dass sie zu kämpfen im Stande sei, erklärte Jazenjuk.

Zu sieben Jahren Haft verurteilt

Die frühere Regierungschefin hatte bei der Präsidentschaftswahl 2010 gegen den derzeitigen Amtsinhaber Viktor Janukowitsch verloren. Im Oktober 2011 wurde sie wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Das Urteil wurde vom Westen als politisch motiviert kritisiert. Ihre Anwälte zogen dagegen vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Jazenjuk sagte der Nachrichtenagentur Interfax, er erwarte «in einigen Monaten» einen Entscheid des Gerichtshofs. «Ich hoffe, er wird Julia Timoschenko befreien.»

SDA/mw

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