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Video zeigt Anis Amri auf Flucht in Frankreich

Aufnahmen einer Videoüberwachung bestätigen, dass der Attentäter von Berlin über die südostfranzösische Stadt Lyon nach Italien reiste.

Im Visier: Anis Amris telefonische Kontakte. (Archiv)
Im Visier: Anis Amris telefonische Kontakte. (Archiv)
BKA
Bilder einer Überwachungskamera zeigen Anis A. bei der Ankunft in Mailand am Freitag, 23. Dezember, um 1 Uhr morgens. (veröffentlicht 27. Dezember 2016)
Bilder einer Überwachungskamera zeigen Anis A. bei der Ankunft in Mailand am Freitag, 23. Dezember, um 1 Uhr morgens. (veröffentlicht 27. Dezember 2016)
Polizia di Stato/Stringer, AFP
Der Tunesier habe Kontakte zu salafistischen Kreisen unterhalten und sei als «Gefährder» eingestuft worden, also als eine Gefahr für die öffentliche Ordnung.
Der Tunesier habe Kontakte zu salafistischen Kreisen unterhalten und sei als «Gefährder» eingestuft worden, also als eine Gefahr für die öffentliche Ordnung.
BKA
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Bei den Ermittlungen über den Fluchtweg des Tunesiers Anis Amri nach dem Anschlag in Berlin hat sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen bestätigt, dass Amri über die südostfranzösische Stadt Lyon nach Italien reiste. Auf Bildern von Überwachungskameras sei zu sehen, wie der mutmassliche Berlin-Attentäter am Nachmittag des 22. Dezember auf einem Bahnsteig in Lyon stand, sagte am Montag eine Quelle aus dem Umfeld der Ermittlungen.

Der Mann auf den Überwachungsbildern habe eine Kappe und einen Rucksack getragen, hiess es weiter. «Er scheint auf diesen Bildern allein zu sein.» Die Ermittler prüfen demnach weiterhin, wie Amri von Deutschland nach Frankreich einreiste.

Bereits am Samstag hatte der französische Sender Europe 1 unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet, bei Amri seien Fahrkarten gefunden worden, die zeigten, dass er über Lyon nach Mailand gefahren sei. In der Nacht zum Freitag wurde er in der italienischen Stadt bei einer Kontrolle von Polizisten erschossen.

Sass in Italien in Haft

Der Tunesier war 2011 nach seiner Flucht über das Mittelmeer nach Italien gekommen. Wegen verschiedener Gewalttaten sass er dort vier Jahre im Gefängnis. 2015 setzte er sich nach Deutschland ab. Er war in Kalabrien, bevor er Italien verliess.

Am Montag vergangener Woche soll der 24-Jährige einen LKW in den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gesteuert haben. Dabei wurden zwölf Menschen getötet und dutzende weitere verletzt. Zu dem Anschlag bekannte sich die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

AFP/kko

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