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Wenn es eng wird, beginnen seine Schläfen zu pochen

Zum ersten Mal muss Putin bei den russischen Präsidentschaftswahlen um einen Sieg wirklich kämpfen. Die Unsicherheit steht ihm ins Gesicht geschrieben. Seine jüngsten öffentlichen Auftritte sprechen Bände.

Als Hoffungsträger taugt er für die Russen immer weniger: Präsidentschaftskandidat Wladimir Putin.
Als Hoffungsträger taugt er für die Russen immer weniger: Präsidentschaftskandidat Wladimir Putin.
Reuters

Es war ein Auftritt, in dem man den ganzen Wladimir Putin zu erkennen glaubte. Den machtbewussten und energischen, den patriotischen und kämpferischen, aber auch den überheblichen, verständnislosen, ja den ängstlichen Putin. Mit einer Hand das Mikrofon umfassend, redete er mit einer Gruppe von Geschäftsleuten, Politologen, Journalisten und Aktivisten. Wie in einer Manege stand er da und drehte sich immer wieder, umschlossen vom Publikum. An der Wand hingen auf Schildern Werbebotschaften wie «Demokratie und die Qualität der Regierung». Demokratie? Das Wort kam Putin früher höchst selten über die Lippen. Aber Russland hat sich verändert seit den Massenprotesten im Dezember, also muss sich auch Putin ändern – oder vielmehr, anpassen.

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