Zum Hauptinhalt springen

«Wenn ich Präsident werde, verhandle ich diese Vereinbarung neu»

Mit den Änderungen der EU-Verträge lässt sich wunderbar Wahlkampf betreiben. Der sozialistische Präsidentschaftskandidat François Hollande will damit seinen Vorsprung auf Nicolas Sarkozy ausbauen.

«Diese Vereinbarung ist nicht die richtige Antwort»: Präsidentschaftskandidat François Hollande.
«Diese Vereinbarung ist nicht die richtige Antwort»: Präsidentschaftskandidat François Hollande.
Screenshot: rtl.fr

Der Präsidentschaftskandidat der französischen Sozialisten, François Hollande, will im Falle seines Wahlsieges die jüngsten EU-Gipfel-Beschlüsse zur Schuldenkrise neu verhandeln. «Diese Vereinbarung ist nicht die richtige Antwort», sagte Hollande.

«Wenn ich zum Präsidenten gewählt werde, werde ich diese Vereinbarung neu verhandeln», sagte er heute in einem Interview mit dem Radiosender RTL. Bei den Beschlüssen gehe es nur ums Sparen, dabei hätte vielmehr eine stärkere Rolle der Europäischen Zentralbank verankert werden müssen ebenso wie die Ausgabe von Euro-Bonds.

Ohne Wachstum kein Erfolg

Ohne Wachstum könne keines der Ziele zur Verringerung des Defizits erreicht werden, sagte Hollande. Die Beschlüsse des EU-Gipfels seien sowohl kurz- als auch langfristig unzureichend.

Amtsinhaber Nicolas Sarkozy, der den Gipfel von Donnerstag und Freitag zusammen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel massgeblich vorbereitet hatte, hat seine erneute Kandidatur für die französischen Präsidentenwahlen bislang nicht erklärt.

Es wird jedoch weitgehend erwartet, dass er für eine zweite Amtszeit kandidieren wird. Hollande liegt derzeit in Umfragen vorn. Die Wahl findet im Frühjahr in zwei Runden statt, und zwar am 22. April und am 6. Mai.

SDA/ami

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch