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Wie viel die Euro-Rettung Frankreich kostet

Die Rettung von Griechenland könnte einige der 17 Euroländer teuer zu stehen kommen. Frankreichs Premierminister François Fillon rechnet mit einem Anstieg der Staatsverschuldung um etwa 15 Milliarden Euro.

Rechnet mit einer steigenden Staatsverschuldung: Frankreichs Ministerpräsident Francois Fillon im Juli.
Rechnet mit einer steigenden Staatsverschuldung: Frankreichs Ministerpräsident Francois Fillon im Juli.
AFP

Die Entscheidungen auf dem Brüsseler Sondergipfel verursachten «keine direkten Kosten für unsere Staatsfinanzen», sagte Premierminister François Fillon heute in Paris. Es gebe aber «indirekte Kosten, weil wir uns an Garantien für Kredite beteiligen, die der europäische Stabilitätsfonds Griechenland gewährt».

Dadurch würden Frankreichs Schulden bis 2014 schätzungsweise um rund 15 Milliarden Euro steigen, sagte Fillon. Paris wolle aber weiter sein Defizit bis 2013 auf unter drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes senken.

Kosten gering halten

Zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin gesagt, die genauen Kosten für das Hilfspaket seien noch unklar. Sie wolle aber «alles» versuchen, die Kosten für die Krisenbewältigung «möglichst gering» zu halten.

Fillon bezeichnete die Gipfelbeschlüsse als «absolut entscheidende Etappe in der Geschichte der Eurozone» und hob die «entscheidende Rolle» des deutsch-französischen Tandems bei der Einigung hervor. Einen Abbau der Staatsverschuldung, wie Frankreich sie weiter anstrebe, sei «ein Gebot» und «von nun an eine Sorge, die wir mit allen Ländern der Eurozone teilen». Die Regierung in Paris verfolge daher weiter das Ziel, Steuerschlupflöcher zu stopfen und die Staatsausgaben zu verringern.

Europa als Einheit

Auch Frankreichs Aussenminister Alain Juppé und Europaminister Jean Leonetti lobten die Gipfelbeschlüsse als «Erfolg für Europa, das seine Einheit bewiesen hat». «Angesichts der Krise gibt es keine andere Antwort, als die europäischen Integration weiter voranzutreiben», mahnten die Minister in einer gemeinsamen Erklärung.

Das zweite Rettungspaket für Griechenland mit einer Laufzeit bis 2014 sieht zusätzliche Hilfen durch den Eurorettungsfonds EFSF und den Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von 109 Milliarden Euro vor. Erstmals sollen auch die privaten Gläubiger die Bewältigung der Schuldenkrise mitfinanzieren.

AFP/wid

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