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«Wir werden Polen immer beistehen»

Zum Ende seiner Europareise rühmt Barack Obama Polen als Vorbild in Sachen Demokratisierung. Er nutzte den Besuch in Warschau, um einen wichtigen Vertrag vorzubereiten.

Ein Kranz für die Juden: Obama gedenkt den Opfern des Aufstands im Warschauer Ghetto 1943 gedacht.
Ein Kranz für die Juden: Obama gedenkt den Opfern des Aufstands im Warschauer Ghetto 1943 gedacht.
Keystone
Freut sich über den Besuch aus den USA: Polens Präsident  Bronislaw Komorowski.
Freut sich über den Besuch aus den USA: Polens Präsident Bronislaw Komorowski.
Keystone
Festliche Stimmung: Obama im Speisesaal.
Festliche Stimmung: Obama im Speisesaal.
Keystone
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Bei seinem ersten Besuch in Polen hat US- Präsident Barack Obama das Land als regionale Führungsmacht mit Vorbildfunktion für die ganze Region bezeichnet. «Polen ist ein Player in Europa», sagte er nach einem Treffen mit Regierungschef Donald Tusk in Warschau.

Nach einem Gespräch mit Polens Staatsoberhaupt Bronislaw Komorowski verwies Obama auf Erfolge der Landes bei der Förderung von Demokratie und freier Marktwirtschaft. Damit sei das Land ein «Vorbild für die ganze Region» geworden, sagte Obama. Länder wie die Ukraine könnten sich an Polen ein Beispiel nehmen. Regierungschef Tusk versicherte, Polen wolle seine Erfahrungen aus dem Übergang von der Diktatur zur Demokratie an Länder weitergeben, die Demokratie aufbauen wollen.

Gespräche über US-Luftwaffenbasis

Obama bezeichnete Polen als einen der engsten Verbündeten Amerikas. «Wir werden Polen immer beistehen», versicherte er. Eine Vereinbarung über die Stationierung einer US-Luftwaffeneinheit in Polen könne bald unterzeichnet werden. «Die Grössenordnung ist gering, die Geste ist aber sehr bedeutend», sagte Tusk. Bis 2013 sollen amerikanische F-16-Kampfjets und Transportflugzeuge Hercules nach Polen verlegt werden. Das US- Personal soll ständig stationiert werden. Sein Land werde so sicherer, so Tusk.

Polen hatte die USA mit eigenen Truppen beim Einsatz im Irak unterstützt. Auch in Afghanistan kämpfen polnische und amerikanische Soldaten gemeinsam gegen die Taliban. Beide Länder wollen auch im Bereich der Energie eng kooperieren.

Kein Treffen mit Lech Walesa

Beim Treffen mit ehemaligen Regimekritikern lobte Obama die Gewerkschaft «Solidarnosc». Sie sei eine Kraft gewesen, die die friedliche Revolution 1980 eingeleitet habe und 1989 zum Sturz der Diktatoren in der Region geführt habe. Arbeiterheld und «Solidarnosc»-Gründer Lech Walesa hatte ein Treffen mit Obama abgelehnt.

Vor dem Abflug in die USA gedachte Obama in einer Warschauer Kirche der Opfer des Flugzeugunglücks vom 10. April 2010. Beim Absturz einer polnischen Regierungsmaschine im russischen Smolensk waren damals Präsident Lech Kaczynski, sein Frau Maria und 94 andere hochrangige Vertreter aus Politik, Armee und Kirche ums Leben gekommen. Polen war die letzte Station auf der knapp einwöchigen Europa- Reise des US-Präsidenten.

SDA/ami

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