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Wirbel um des Königs Schweizer Bankkonto

Ein Medienbericht über ein angebliches Millionenerbe von Juan Carlos droht das Image des spanischen Königs weiter anzukratzen. Politiker fordern Aufklärung.

König Juan Carlos und seine Tochter Prinzessin Cristina an der Beerdigung des ehemaligen Präsidenten des olympischen Komitees, Juan Antoni Samaranch in Barcelona. (22. April 2010)
König Juan Carlos und seine Tochter Prinzessin Cristina an der Beerdigung des ehemaligen Präsidenten des olympischen Komitees, Juan Antoni Samaranch in Barcelona. (22. April 2010)
AFP

Erneuter Ärger für König Juan Carlos: Die Madrider Zeitung «El Mundo» hatte berichtet, der Vater des Monarchen, Juan de Borbón, habe in seinem Testament den Nachkommen eine Summe von 728 Millionen Pesetas (umgerechnet rund 5 Millionen Franken) vermacht, die auf drei Schweizer Konten deponiert gewesen seien.

Davon soll der König nach dem Tod seines Vaters vor 20 Jahren 375 Millionen Pesetas erhalten haben. Online-Medien wiesen am Montag darauf hin, dass es für das Ansehen des Königs einen schweren Schlag bedeuten würde, wenn sich herausstellte, dass der Monarch ein Millionenvermögen im Ausland deponiert hätte.

Palastkreise: Kein Schwarzgeld

Mehrere Parteien der Opposition im Madrider Parlament verlangten Aufklärung darüber, was es mit dem Erbe auf sich habe. Mehrere Linksparteien forderten, dass für die Finanzen des Monarchen ebenso Transparenz gelten müsse wie für die der Politiker. Das Königshaus nahm dazu zunächst nicht Stellung.

Die Zeitung «El País» berichtete unter Berufung auf Palastkreise, dass das Erbe schon damals automatisch der Kontrolle der Finanzbehörden unterstellt worden sei, da es im Testament aufgeführt worden sei.

SDA/rub

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