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«Ziel ist eine Gesellschaft ohne Prostitution»

Frankreichs Frauenministerin Najat Vallaud-Belkacem ist eine Politikerin mit grossen Ideen. Im Exklusiv-Interview sagt sie, weshalb sie Twitter strenger kontrollieren will und wie das Sex-Business eingedämmt werden muss.

«Meine Überzeugungen sind stark – und ich stehe auch dazu»: Najat Vallaud-Belkacem setzte sich kürzlich für eine stärkere Kontrolle im Internet ein.
«Meine Überzeugungen sind stark – und ich stehe auch dazu»: Najat Vallaud-Belkacem setzte sich kürzlich für eine stärkere Kontrolle im Internet ein.
AFP
Jüngste Ministerin der französischen Regierung: Najat-Vallaud Belkacem, die 1977 in Marokko geboren wurde, war 2012 François Hollandes Wahlkamfsprecherin, bevor sie unter Premier Ayrault zur Frauenministerin und Regierungssprecherin ernannt wurde.
Jüngste Ministerin der französischen Regierung: Najat-Vallaud Belkacem, die 1977 in Marokko geboren wurde, war 2012 François Hollandes Wahlkamfsprecherin, bevor sie unter Premier Ayrault zur Frauenministerin und Regierungssprecherin ernannt wurde.
AFP
«Wir haben weder denselben Werdegang noch dieselben Überzeugungen»: Najat Vallaud-Belkacem weist Vergleiche mit Frankreichs ehemaliger Justizministerin Rachida Dati zurück.
«Wir haben weder denselben Werdegang noch dieselben Überzeugungen»: Najat Vallaud-Belkacem weist Vergleiche mit Frankreichs ehemaliger Justizministerin Rachida Dati zurück.
AFP
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Frau Vallaud-Belkacem, Sie machen sich für eine stärkere Kontrolle der sozialen Netzwerke stark, diskriminierende und sexistische Hashtags sollen verboten werden. Man wirft Ihnen vor, das Internet zensieren zu wollen. Denken Sie nicht, dass diese Art von Kontrolle zu weit geht?

Ich nutze die sozialen Netzwerke selber ausgiebig und halte sie für ein einzigartiges Kommunikationsmittel. Bei allem Respekt für die freie Meinungsäusserung: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Die Verwendung von bestimmten rassistischen, homophoben oder antisemitischen Hashtags hat in der letzten Zeit zu einer seltenen Welle verbaler Gewalt geführt. Handlungen oder Äusserungen dieser Art sind rechtswidrig – und die Tatsache, dass sie übers Internet erfolgen, macht deren Urheber nicht weniger strafbar.

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