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Fünf Festnahmen bei Razzia in Brüssel

Im Problemviertel Molenbeek durchsuchte die Polizei Wohnungen. Vom gesuchten Verdächtigen Salah Abdeslam fehlt aber weiter jede Spur.

Zwei Festnahmen in Molenbeek: Die Polizei vor der durchsuchten Wohnung in der belgischen Hauptstadt. (20. Dezember 2015)
Zwei Festnahmen in Molenbeek: Die Polizei vor der durchsuchten Wohnung in der belgischen Hauptstadt. (20. Dezember 2015)
Nicolas Maeterlinck, AFP
Im Pariser Vorort Villiers-sur-Marne wurde im Zuge der Ermittlungen zu den Anschlägen vom 13. November ein Mann verhaftet. Der 29-Jährige wohnte noch bei seiner Mutter: Wohnblock des Verhafteten. (15. Dezember 2015)
Im Pariser Vorort Villiers-sur-Marne wurde im Zuge der Ermittlungen zu den Anschlägen vom 13. November ein Mann verhaftet. Der 29-Jährige wohnte noch bei seiner Mutter: Wohnblock des Verhafteten. (15. Dezember 2015)
Alexandre Hielard, AFP
Der Place de la Republique in Paris zeugt von der grossen Trauer in Frankreich nach den Anschlägen. (17. November 2015)
Der Place de la Republique in Paris zeugt von der grossen Trauer in Frankreich nach den Anschlägen. (17. November 2015)
Joel Saget, AFP
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Bei zweitägigen Razzien im Zusammenhang mit den Terroranschlägen von Paris sind in Belgien fünf Menschen festgenommen worden. Das teilten die belgischen Behörden am Montag mit.

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, zwei Menschen seien am Montag nach einer Hausdurchsuchung im Brüsseler Stadtteil Laeken in Gewahrsam genommen worden. Am Sonntagabend sei ein anderes Haus in Brüssel nach einer entsprechenden richterlichen Anordnung durchsucht worden. Dort seien zwei Brüder und ein Freund von ihnen festgenommen worden. Eine Analyse von Telefongesprächen habe zu der Durchsuchung geführt. Bei den Razzien seien weder Waffen noch Sprengstoff entdeckt worden. Die Identitäten der Festgenommenen wurden nicht mitgeteilt. Der Ermittlungsrichter sollte später entschieden, ob die fünf in Gewahrsam bleiben.

Keine Spur von Abdeslam

Die Razzia fand in einem Wohnhaus im Problemviertel Molenbeek statt, weniger als einen Kilometer vom Grande Place in Brüssels Altstadt entfernt. Die Strassen vor dem Gebäude wurden abgeriegelt, erst um 23.00 Uhr wurde der Einsatz beendet.

Vom Hauptverdächtigen Abdeslam, der in Molenbeek wohnte, fehlt seit dem 13. November jede Spur. Er wird mit internationalem Haftbefehl gesucht. Aus belgischen Ermittlerkreisen verlautete am Sonntag, der 26-Jährige sei durch drei Polizeikontrollen geschlüpft, als er in der Nacht der Anschläge von Freunden mit dem Auto in Paris eingesammelt und nach Brüssel gebracht worden war.

Anschläge mit 130 Toten

Bei den Anschlägen auf eine Konzerthalle, Restaurants und vor dem Fussballstadion Stade de France waren 130 Menschen getötet worden. Auch die meisten Attentäter wurden getötet oder sprengten sich selbst in die Luft. Zu den Anschlägen bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

SDA/dia

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