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Ägypten feiert das Ende Mubaraks

Mubarak ist zurückgetreten. Das Regime wankt, der Platz der Befreiung bebt. Der Bericht direkt aus Kairo.

Diskussionen, doch keine Gewalt: Im Zwiegespräch mit der Staatsmacht.
Diskussionen, doch keine Gewalt: Im Zwiegespräch mit der Staatsmacht.
Reuters
Umgeben von Soldaten: Ein letztes Schärflein Oppositioneller will ausharren. (13. Februar 2011)
Umgeben von Soldaten: Ein letztes Schärflein Oppositioneller will ausharren. (13. Februar 2011)
Keystone
Entschuldigt sich für die gewalttätigen Ausschreitungen der Mubarak-Anhänger: Ministerpräsident Ahmed Shafik. (4. Februar 2011)
Entschuldigt sich für die gewalttätigen Ausschreitungen der Mubarak-Anhänger: Ministerpräsident Ahmed Shafik. (4. Februar 2011)
Keystone
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Menschen fallen sich in die Arme, singen, tanzen, strecken die Hände zu Himmel. Andere sinken auf die Knie und beten. «Endlich sind wir frei», rufen sie weinend und immer wieder «Freiheit, Freiheit». Feuerwerk am Himmel von Kairo, Gewehrsalven hallen durch die Strassen.

18 endlose Tage hatten die Demonstranten auf diese Nachricht gewartet, die Vizepräsident Omar Suleiman im Fernsehen verlas. Mehr als 300 Menschen sind in dieser Zeit durch Polizeikugeln, Tränengasgranaten oder Messerstiche gestorben, mindestens 5000 wurden durch staatliche Schläger verletzt. Dann, am Freitagabend um kurz nach 18 Uhr, versinkt das Epizentrum des Volksaufstandes in ein jubelndes Fahnenmeer. Kein Millimeter Platz ist mehr frei in diesem historischen Augenblick. Zehntausende stauen sich zurück auf den Nilbrücken. Aus allen Himmelsrichtungen hört man Autos hupend durch die Stadt rasen. Lächelnd schauen die Soldaten von ihren Panzern herab auf das ausgelassene Treiben vor ihren Füssen.

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