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Ägyptens Militär bestätigt Jungfrauentests

Erstmals hat ein Vertreter der ägyptischen Armee zugegeben, die umstrittenen Jungfrauentests in Kairo bewilligt zu haben. Gegenüber Amnesty International begründet der General die Untersuchungen.

Einige von ihnen wurden auf ihre Jungfräulichkeit hin untersucht: Ägyptische Demonstrantinnen im Februar auf dem Tahrir-Platz in Kairo.
Einige von ihnen wurden auf ihre Jungfräulichkeit hin untersucht: Ägyptische Demonstrantinnen im Februar auf dem Tahrir-Platz in Kairo.
Keystone

Ein General des ägyptischen Militärs hat die Jungfrauentests an festgenommenen Demonstrantinnen bei den Protesten im März bewilligt. Der General Abdel Fattah al-Sisi sagte bei einem Treffen mit Amnesty-Generalsekretär Salil Shetty, mit den Untersuchungen habe sich das Militär vor «Vergewaltigungsvorwürfen» schützen wollen, wie die Menschenrechtsorganisation gestern mitteilte. Er habe in dem Gespräch jedoch versichert, dass die Armee in Zukunft keine Frauen mehr festnehmen wolle.

Betroffene Demonstrantinnen hatten nach ihrer Festnahme am Rande einer Demonstration auf dem Tahrir-Platz in Kairo am 9. März von den Jungfrauentests berichtet. Amnesty verurteilte das Vorgehen der Armee gegen die Frauen. Al-Sisi, der auch dem übergangsweise regierenden Militärrat angehört, ist der erste hochrangige Militärvertreter, der die Vorwürfe offiziell bestätigt.

AFP/wid

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