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Ägyptische Facebook-Seite zeigt prekärste Klinikmissstände

Ärzte machen auf Missstände in ägyptischen Kliniken aufmerksam, indem sie Bilder auf Facebook posten. Die Seite ist ein wahrer Renner.

Arbeiten unter widrigsten Umständen: Ärzte in einem ägyptischen Spital operieren nur mit Handylicht.
Arbeiten unter widrigsten Umständen: Ärzte in einem ägyptischen Spital operieren nur mit Handylicht.
Screenshot facebook.com/lawgehnosurprise
Auch das Operationsbesteck sieht zweifelhaft aus.
Auch das Operationsbesteck sieht zweifelhaft aus.
Screenshot facebook.com/lawgehnosurprise
Und auch vor dem Spital, im Ambulanz-Fuhrpark, sieht es eher wie auf einem Schrottplatz aus.Mehr Fotos aus ägyptischen Spitälern finden Sie auf dieser Facebook-Seite.
Und auch vor dem Spital, im Ambulanz-Fuhrpark, sieht es eher wie auf einem Schrottplatz aus.Mehr Fotos aus ägyptischen Spitälern finden Sie auf dieser Facebook-Seite.
Screenshot facebook.com/lawgehnosurprise
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Katzen auf Klinikfluren und Operationen im Handylicht: Nach einem Wutausbruch des ägyptischen Premierministers wegen der schlechten Zustände in einem Spital ist eine Facebook-Seite mit Ekelbildern aus Kliniken zum Renner in dem Land geworden.

Die Fotos zeigen Katzen, die in Spitalgängen herumstreunen, Müllberge in Klinikecken und Mediziner, die wegen eines Stromausfalls anscheinend mit Handylicht weiter operieren müssen. Innerhalb weniger Tage wurden mehr als 270’000 Nutzer Fans der Seite.

Premierminister schimpft lauthals über Ärzte

Hintergrund dürfte ein Wutanfall des ägyptischen Premierministers Ibrahim Mahlab sein, der kürzlich unangekündigt und mit mehreren Kamerateams in einer Klinik erschien.

Die miserablen hygienischen Zustände dort gefielen dem Politiker ganz offensichtlich nicht. Er schimpfte lauthals über Ärzte, die mehr daran interessiert seien, nebenbei in ihren Privatpraxen Geld zu verdienen, als in der öffentlichen Gesundheitsversorgung gute Arbeit zu leisten.

Die Antwort der Mediziner bestand in der anonym erstellten Facebook-Seite, die sich direkt an Mahlab richtet und den Namen «Damit Sie nicht überrascht sind» trägt. Mit den Fotos wird das Gesundheitssystem angeprangert, das nicht genügend Geld zur Verfügung stelle, um ausreichende Arbeitsbedingungen zu schaffen.

SDA

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