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Ägyptische Terrorgruppe schwört al-Bagdadi Treue

Die grösste Extremistenvereinigung des Landes hat sich nach eigenen Angaben dem IS angeschlossen. Ansar Beit al-Makdis soll für mehrere Anschläge auf der Sinai-Halbinsel verantwortlich sein.

Haben sich auch dem IS angeschlossen: Anhänger der Gruppe im syrischen Raqqa. (16. Juni 2014)
Haben sich auch dem IS angeschlossen: Anhänger der Gruppe im syrischen Raqqa. (16. Juni 2014)
AP Photo

Eine Extremistengruppe aus Ägypten hat der Terrormiliz Islamischer Staat ihre Loyalität geschworen. Die auf der Sinai-Halbinsel aktive Terrorvereinigung Ansar Beit al-Makdis («Unterstützer Jerusalems») erklärte am späten Abend (Ortszeit) in einer Audionachricht auf Twitter und einer Extremisten-Webseite ihre Verbundenheit mit dem IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi. Dieser war nach irakischen Angaben bei einem Luftangriff verletzt worden-

Der unbekannte Sprecher sagte in der Erklärung, Ansar Beit al-Makdis habe entschieden, sich dem ISanzuschliessen, «dessen Aufkommen einer neuen Dämmerung gleicht, die das Banner des Monotheismus erhöht». IS-Anführer Al-Bagdadi sei «von Gott erwählt», um ein neues Kalifat zu errichten. In der Audiobotschaft wurden alle Anhänger des islamischen Glaubens aufgerufen, dem IS-Chef ihre Treue zu schwören.

Mehrere tödliche Attacken

Die Bekanntgabe spiegelt die zunehmende Anziehungskraft des Islamischen Staats für andere Extremisten in der Region wider. Ansar Beit al-Makdis hatte in der Vergangenheit die Verantwortung für mehrere tödliche Attacken, vor allem auf ägyptische Sicherheitskräfte, übernommen. Vor wenigen Tagen hatte die Gruppe auf Twitter noch Berichte zurückgewiesen, nach denen sie Al-Bagdadi die Treue geschworen habe. Sie stand bisher dem Terrornetzwerk al-Qaida nahe.

Der IS ist eine Splittergruppe der al-Qaida. Er hat in Syrien und im Irak ein grenzüberschreitendes Kalifat ausgerufen, in dem eine fundamentalistische Auslegung des Koran gelten soll.

Al-Bagdadi wurde nach Angaben irakischer Beamter bei einem Luftangriff in der westirakischen Provinz Anbar verletzt, als er sich mit Extremisten traf. Vertreter des US-Verteidigungsministeriums erklärten, sie hätten keine Informationen über den angeblichen Zwischenfall.

AP/ajk

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