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Ärzte mussten Mubarak angeblich beatmen

Wenige Tage nach der Verurteilung von Ägyptens Ex-Präsident hat sich dessen Gesundheitszustand offenbar verschlechtert. Dies berichtet die Haftanstalt Tora.

Litt offenbar unter Atemproblemen: Hosni Mubarak im Gerichtssaal in Kairo.
Litt offenbar unter Atemproblemen: Hosni Mubarak im Gerichtssaal in Kairo.
Keystone

Der Gesundheitszustand von Hosni Mubarak verschlechtert sich offenbar immer weiter. Der ägyptische Ex-Präsident habe am Mittwoch zu fünf verschiedenen Zeitpunkten beatmet werden müssen, sagte ein Gefängnissprecher. Sein Zustand habe ein «gefährliches» Stadium erreicht.

Der 84-Jährige war nach seiner Verurteilung zu lebenslanger Haft am Samstag ins Gefängnis eingeliefert worden. Dort habe er einen Schock erlitten, ausserdem leide er an hohem Blutdruck und habe Atemprobleme, sagten Sicherheitsbeamte des Gefängnisses Tora im Süden Kairos. Aufgrund des sich verschlechternden Gesundheitszustandes seien Spezialisten hinzugezogen worden und auch eine Verlegung Mubaraks in ein Militärkrankenhaus werde in Erwägung gezogen.

Sohn besucht Vater

Gamal, einer der beiden Söhne Mubaraks, die ebenfalls in Tora in Haft sitzen, sei zu seinem Vater gelassen worden, sagten die Gewährsleute. Sein zweiter Sohn Alaa habe ebenfalls um einen Besuch bei seinem Vater gebeten, dieser sei aber noch nicht bewilligt worden. Gamal und Alaa wurden zwar am Samstag von Vorwürfen der Korruption freigesprochen, warten im Gefängnis aber auf einen weiteren Prozess, in dem sie wegen Insiderhandels angeklagt sind.

Die 13 Monate zwischen seiner Festnahme und seiner Verurteilung am vergangenen Samstag hatte Mubarak in Krankenhäusern verbracht. Erst in Scharm el Scheik am Roten Meer und anschliessend in einer Luxussuite in einem Militärkrankenhaus ausserhalb von Kairo.

Ägyptischen Medienberichten zufolge hatte Mubarak bereits kurz nach seiner Verurteilung auf einem Hubschrauberflug ins Gefängniskrankenhaus einen Herzinfarkt. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es aber nicht.

SDA/kpn

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