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«Alle Prozesse, die wir beobachtet haben, waren unfair»

In einem Verfahren, das offenbar rechtsstaatlichen Prinzipien spottet, wurden in Ägypten mehr als 500 Muslimbrüder zum Tod verurteilt. Amnesty International spricht gegenüber Redaktion Tamedia von Schauprozessen.

Demonstrieren in Kairo gegen die Todesurteile: Angehörige von verurteilten Muslimbrüdern. (24. März 2014)
Demonstrieren in Kairo gegen die Todesurteile: Angehörige von verurteilten Muslimbrüdern. (24. März 2014)
Keystone
«Die Verfahren gegen Muslimbrüder gelten als Schauprozesse», sagt Alexandra Karle von Amnesty International: Ein Polizist steht Wache vor der Polizeiakademie am Rande Kairos, wo ein Prozess gegen den abgesetzten Präsidenten Mohammed Mursi stattfand. (8. Januar 2014)
«Die Verfahren gegen Muslimbrüder gelten als Schauprozesse», sagt Alexandra Karle von Amnesty International: Ein Polizist steht Wache vor der Polizeiakademie am Rande Kairos, wo ein Prozess gegen den abgesetzten Präsidenten Mohammed Mursi stattfand. (8. Januar 2014)
Amr Abdallah Dalsh, Reuters
Die Polizei greift jeweils hart durch: Immer wieder gibt es Tote und Verletzte. (19. März 2014)
Die Polizei greift jeweils hart durch: Immer wieder gibt es Tote und Verletzte. (19. März 2014)
AFP
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Die ägyptische Justiz setzt zum Todesstoss gegen die verbotene und als terroristisch eingestufte Vereinigung der Muslimbrüder an: 529 von 545 Anhängern des abgesetzten Präsidenten Mohammed Mursi, die sich vor den Richtern verantworten mussten, wurden zum Tode verurteilt. Sie sind Teil einer grösseren Gruppe von mehr als 1200 Angeklagten. Schon morgen steht in Minja im Süden des Landes ein neuer Massenprozess gegen 683 Mursi-Anhänger wegen ähnlicher Vorwürfe an. Das berichtet die regierungsnahe Zeitung «al-Ahram». Eine offizielle Bestätigung liegt noch nicht vor.

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