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Anschlag auf Markt in Nigeria – viele Tote

Auf einem belebten Markt im Nordosten des Landes ist eine Bombe explodiert, mehrere Menschen starben. Hinter der Tat wird die Extremistengruppe Boko Haram vermutet.

Kämpft für einen islamistischen Gottesstaat: Boko-Haram-Oberhaupt Abubakr Shekau in einem Video der Gruppe. (9. Februar 2015)
Kämpft für einen islamistischen Gottesstaat: Boko-Haram-Oberhaupt Abubakr Shekau in einem Video der Gruppe. (9. Februar 2015)
AFP

Beim Selbstmordanschlag einer Frau auf einen Markt der Stadt Biu im Nordosten Nigerias sind mindestens 15 Menschen getötet worden. Die islamistische Terrororganisation Boko Haram bekannte sich zunächst nicht zu dem Anschlag, der vielen ihrer vorherigen Anschläge jedoch stark ähnelt.

Biu ist für die islamischen Fanatiker von Boko Haram (deutsch: Westliche Bildung ist Sünde) von grosser Bedeutung: Das nigerianische Militär hatte Mitte Januar 42 Mitglieder von Boko Haram getötet, als diese versuchten, die Kontrolle über die Stadt zu übernehmen. Boko Haram hatte sich daraufhin zurückziehen müssen.

«Der Markt war mit Körperteilen und mit Blutlachen übersät», berichtete ein Mitglied der Rettungskräfte nach dem Anschlag in Biu.

Regierung will Schlag gegen Islamisten führen

Der von einer Frau verübte Selbstmordanschlag war der erste grössere Terroranschlag, nachdem die nigerianische Wahlkommission am 8. Februar die Verschiebung der Präsidentenwahl vom 14. Februar auf den 28. März mitgeteilt hatte. Dies war mit den Aktivitäten von Boko Haram im Nordosten des westafrikanischen Staates begründet worden.

Seit 2009 sind bei Attentaten und Angriffen von Boko Haram Schätzungen zufolge mindestens 13'000 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 4000 davon allein im letzten Jahr. Den selbst ernannten Gotteskriegern schwebt ein islamischer Gottesstaat im überwiegend muslimischen Norden von Nigeria vor, wo die Scharia Gesetz sein soll.

Mit der Verschiebung der Wahl soll der Regierung die Möglichkeit gegeben werden, einen Schlag gegen Boko Haram zu führen und damit auch die Teilnahme der Bürger im Nordosten Nigerias zu ermöglichen.

AP/sda

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