Zum Hauptinhalt springen

Assads Armee macht eine ganze Stadt dem Erdboden gleich

Rastan war eine der Protesthochburgen in Syrien. Nachdem die Armee mit 250 Panzern vorgerückt ist, blieb von der Stadt nicht viel übrig.

Die syrische Stadt Rastan, in der sich viele Deserteure verschanzt halten, ist nach Angaben der Opposition von der Armee praktisch dem Erdboden gleich gemacht worden. «Die Stadt ist fast vollständig durch den Beschuss zerstört», berichteten Oppositionsaktivisten im benachbarten Libanon.

Gestern waren Truppen von Präsident Bashar al-Assad unterstützt von etwa 250 Panzern und gepanzerten Fahrzeugen in die umkämpfte Ortschaft in der Provinz Homs eingedrungen, wie Menschenrechtler berichtet hatten. Rastan liegt etwa auf halber Strecke zwischen den Städten Homs und Hama, in denen die Protestbewegung fest verankert ist.

2000 Deserteure

Bei den Kämpfen bis zum Morgen seien in Rastan bereits zehn Deserteure ums Leben gekommen, sagte der Aktivist in der libanensischen Hauptstadt Beirut. «Gegenwärtig wird noch im Norden von Rastan gekämpft.» Die syrischen Behörden hatten bis gestern Abend von sieben in Rastan getöteten Sicherheitskräften gesprochen.

Nach Darstellung der Opposition haben sich in Rastan etwa 2000 Deserteure verschanzt. Aus Rastan stammen viele hohe Offiziere, die einst vom früheren Verteidigungsminister Mustafa Tlass rekrutiert worden waren. Tlass war von 1972 bis zu seiner Pensionierung 2006 Verteidigungsminister. Tlass, der vor seinem Ministeramt vier Jahre lang Chef der Armee war, stammt ebenfalls aus Rastan.

Immer mehr Fahnenflüchtige

In den vergangenen Tagen häuften sich Berichte über steigende Zahlen von fahnenflüchtigen Soldaten und auch Offizieren der syrischen Armee, die sich weigern, auf Anordnung des Regimes auf das eigene Volk zu schiessen.

Gestern Freitag hatte die syrische Protestbewegung erklärt, sie setze verstärkt auf die Hilfe von abtrünnigen Soldaten. Diese sollten ihre Operationen verstärken, um den Druck der Sicherheitskräfte auf die Demonstranten zu mildern, heisst es in einer Erklärung von der Führung der «Revolutionäre».

SDA/ami

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch