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Assads Offensivtaktik mit Kalkül

Bashar Assad geht weiter sehr offensiv gegen seine Gegner vor. Der syrische Präsident verfolgt mit seiner Taktik ein ganz bestimmtes Ziel: Er möchte ein Szenario wie in Libyen verhindern.

Rücken in weitere Protesthochburgen vor: Panzer von Assad.

Syrische Truppen sind bei ihrer Offensive gegen Gegner von Präsident Bashar Assad heute im Norden des Landes an der Grenze zur Türkei mit Panzern in weitere Städte und Ortschaften eingerückt. Oppositionelle berichteten, Panzer seien in die Stadt Maaret al-Numan und in Ortschaften um die Stadt Jisr al-Shughur eingefahren. Auch in der ostsyrischen Provinz Deir al-Sur rollten Panzer, hiess es.

Assad versucht offenbar mit der Stationierung der Panzer in zahlreichen Ortschaften zu verhindern, dass sich die Aufständischen einen Stützpunkt verschaffen, so wie dies in Libyen der Fall war. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten sind seit Beginn der Proteste gegen das Assad-Regime mehr als 1400 Syrer getötet und etwa 10'000 bei der gewaltsamen Niederschlagung der Demokratiebewegung durch Regierungstruppen festgenommen worden.

Tausende Syrer sind vor den Kämpfen inzwischen in die benachbarte Türkei geflohen. Einige der etwa 8500 Flüchtlinge berichteten auch von Übergriffen von Regierungsmilizen, die Tiere töteten, Felder und Bäume anzündeten. Es gebe nicht mehr genug zu essen, berichtete der 26-jährige Mohammad Hesnawi aus Jisr al-Shughur. Die Türkei hat das Vorgehen der syrischen Regierung zwar kritisiert, versucht aber andererseits, den Kontakt nicht abreissen zu lassen und bei der Lösung der Krise zu helfen. Die Türkei und Syrien haben eine 850 Kilometer lange Grenze.

dapd/mrs

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