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Ausschreitungen in Südafrika weiten sich aus

In Durban gab es bei fremdenfeindlich motivierten Krawallen Tote, in Johannesburg wurden Läden von Einwanderern geplündert. Die Polizei handelt.

Gewalttätige Ausschreitungen: Ein Junge in Johannesburg rennt an einem brennenden Haufen Autoreifen vorbei. (17. April 2015)
Gewalttätige Ausschreitungen: Ein Junge in Johannesburg rennt an einem brennenden Haufen Autoreifen vorbei. (17. April 2015)

In Südafrika haben sich fremdenfeindliche Ausschreitungen auf eine zweite Stadt ausgeweitet. In einem Armenviertel von Johannesburg wurden am Samstag Läden von Einwanderern geplündert, wie die Polizei mitteilte. Bei ähnlicher Gewalt in Durban waren zuvor sechs Menschen getötet worden. Dort hat sich die Lage beruhigt, nachdem die Polizeipräsenz massiv erhöht wurde.

Auch im Township Alexandra von Johannesburg wurden nach den Plünderungen die Sicherheitskräfte verstärkt. Randalierer hatten dort in der Nacht Läden geplündert, Reifen in Brand gesteckt und Strassenbarrikaden erreichtet, berichtete das Nachrichtenportal eNCA. Polizisten hätten Gummigeschosse abgefeuert. In der Johannesburger Innenstadt waren in den vergangenen Tagen bereits mehrere Läden von Einwanderern in Brand gesteckt worden.

Hohe Arbeitslosigkeit

Einige Südafrikaner werfen den meist aus afrikanischen Ländern stammenden Einwanderern vor, sie nähmen ihnen in einem Land mit hoher Arbeitslosigkeit Jobs weg. Die Regierung hat erklärt, sie gehe Beschwerden über nicht gemeldete Migranten nach. Sie betonte aber auch, dass viele Ausländer legal in Südafrika arbeiteten und so zur Wirtschaftsentwicklung beitrügen.

2008 wurden bei einer ähnlichen Gewaltwelle rund 60 Menschen getötet. Im Januar fielen Plünderungen in Soweto und anderen Townships im Raum Johannesburg vier Menschen zum Opfer. Auch da waren Läden im Besitz von Migranten Ziel der Gewalttäter.

SDA/rar

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