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Bericht: Steuergelder an Firmen mit Verbindungen zu Tunesiens gestürzter Elite

Laut einem Zeitungsbericht hat die Schweiz Millionen Franken als Aufbauhilfe für nordafrikanische Firmen zur Verfügung gestellt – darunter auch solche mit besten Verbindungen zum Präsidentenclan.

Wirtschaftshilfe aus der Schweiz? Ein Jet der Nouveliar.
Wirtschaftshilfe aus der Schweiz? Ein Jet der Nouveliar.
Wikipedia / Per aspera ad Astra

In Tunesien landete das Geld auch bei Firmen, die mit dem engsten Umfeld des geflüchteten Präsidenten Ben Ali in Verbindung standen, wie die «Handelszeitung“ in ihrer Ausgabe vom 27. Januar berichtet. So habe das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) über die Fondsgesellschaft Tuninvest in die Fluggesellschaft Nouvelair investiert.

Als Verwaltungsratspräsident amtet dort laut dem Bericht bisher Grossaktionär Belhassen Trabelsi, Bruder der Präsidentengattin Leila. Er steht inzwischen auf der schwarzen Liste des Bundesrates.

Besitzer oder Verwaltungsräte auf der schwarzen Liste?

In mindestens drei weiteren Fällen, so die Zeitung weiter, sei das Geld an Firmen geflossen, deren Besitzer oder Verwaltungsräte auf der schwarzen Liste stehen. Dazu gehöre etwa der Versicherungsriese GAT, der von der Familie Mabrouk kontrolliert werde. Betroffen sei auch der Finanzdienstleister Tunisie Factoring, deren Muttergesellschaft TLG seit Jahren der ebenfalls bundesrätlich geächteten Familie Ben Yedder gehört.

Laut dem Seco, so heisst es in dem Bericht weiter, suche die Fondsgesellschaft im Fall von Nouvelair den Ausstieg, und bei Tunisie Factoring sei sie bereits nicht mehr dabei. Das Seco hatte tunesischen Fonds laut der Zeitung rund 20 Millionen Franken anvertraut.

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