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Blauhelme verlieren acht Soldaten

Im Südsudan haben die nationalen Streitkräfte einen Helikopter der UNO-Friedenstruppen abgeschossen. Zuvor hatte ein Angehöriger der Blauhelme drei Kameraden und sich selber getötet.

Sollen den Konflikt zwischen Aufständischen und Milizen befrieden: UNO-Soldaten im Südsudan. (Archivbild UNO)
Sollen den Konflikt zwischen Aufständischen und Milizen befrieden: UNO-Soldaten im Südsudan. (Archivbild UNO)

In der sudanesischen Unruheregion Darfur hat ein Blauhelmsoldat drei andere Soldaten und dann sich selbst getötet. Wie eine Sprecherin sagte, wurde ein weiterer Blauhelmsoldat verletzt. Der Vorfall ereignete sich auf dem Stützpunkt Mukjar im Westen Darfurs. Zur Nationalität der Beteiligten konnte die Sprecherin keine Angaben machen. Ermittlungen seien im Gange.

Im Oktober waren bei Angriffen im Norden und Westen Darfurs fünf Blauhelmsoldaten getötet worden. Die Zahl der getöteten Soldaten der Mission stieg nach dem Vorfall vom Donnerstag auf 47 innerhalb von fünf Jahren. Die 23'500 Mann starke UNO-Truppe soll in Darfur den Konflikt zwischen Aufständischen und regierungstreuen Milizen befrieden. An dem seit 2007 andauernden Einsatz sind auch Bundeswehrsoldaten und deutsche Polizisten beteiligt.

Tote bei Abschuss von UNO-Helikopter im Südsudan

Im Südsudan ist zudem ein Helikopter der UNO-Friedenstruppen abgeschossen worden. Alle vier Besatzungsmitglieder seien ums Leben gekommen, teilte die UNO mit. Der Helikopter habe sich auf einem Aufklärungsflug über dem Bundesstaat Jonglei befunden.

Für den Abschuss waren nach Angaben der UNO die südsudanesischen Streitkräfte verantwortlich. Das Militär habe den Abschuss gegenüber der UNO-Friedensmission im Südsudan zugegeben.

Die Besatzung des Helikopters war auf einem Aufklärungsflug in der umkämpften Region Jonglei unterwegs. Ersten Berichten zufolge ging die Maschine in Flammen auf. Ein Suchtrupp habe das Wrack erreicht und die Todesopfer bestätigt, sagte ein UNO-Sprecher.

Bei den Toten soll es sich laut der Agentur Interfax um vier russische Staatsbürger handeln.

Die UNO-Friedenstruppe Unmiss war nach der Abspaltung des Südsudan vom Norden im Juli 2011 aufgestellt worden. Sechs Monate zuvor hatte sich die Bevölkerung in einem Referendum für eine Teilung ausgesprochen. In einem seit Jahrzehnten andauernden Bürgerkrieg waren rund zwei Millionen Menschen getötet worden.

AFP/sda/mw

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