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Bomben töten Menschen und zerstören Altstadt

Bei einem Luftangriff der arabischen Koalition wurden Teile der historischen Altstadt von Jemens Hauptstadt Sanaa zerstört.

Trauriges Bild: Die historische Altstadt von Sanaa wird von einem Angriff aus der Luft beschädigt. (12. Juni)
Trauriges Bild: Die historische Altstadt von Sanaa wird von einem Angriff aus der Luft beschädigt. (12. Juni)
Keystone
Dabei werden historische Gebäude in der Hauptstadt von Jemen getroffen.
Dabei werden historische Gebäude in der Hauptstadt von Jemen getroffen.
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Die arabische Koalition unter der Führung von Saudi-Arabien bestreitet, den Luftangriff unternommen zu haben. Die UNESCO verurteilt die Aktion scharf.
Die arabische Koalition unter der Führung von Saudi-Arabien bestreitet, den Luftangriff unternommen zu haben. Die UNESCO verurteilt die Aktion scharf.
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Sechs Menschen seien beim heutigen Luftangriff getötet worden, berichteten Ärzte und Augenzeugen. Zudem seien drei Häuser zerstört worden. Laut Anwohnern war es der erste direkte Treffer auf das vor dem elften Jahrhundert errichtete Viertel, das zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Unesco-Generaldirektorin Irina Bokowa verurteilte den Luftangriff auf «eine der ältesten Juwelen» der islamischen Kultur. Die Zerstörung werde die humanitäre Lage weiter verschlimmern, erklärte sie in Paris und sagte: «Ich wiederhole meinen Appell an alle Parteien, das Kulturerbe im Jemen zu respektieren und zu schützen.»

Ein in der Morgendämmerung eingeschlagenes Geschoss explodierte nicht, zerstörte aber drei Häuser im Viertel Kassimi, wie ein AFP-Reporter beobachtete. Welches Ziel die von Saudiarabien geführte Militärkoalition treffen wollte, war unklar. Anwohner machten widersprüchliche Angaben darüber, ob Rebellen eines der Häuser besetzt hatten.

Dementi von Saudiarabien

Die von Saudiarabien angeführte arabische Koalition bestritt unterdessen, heute einen Luftangriff auf das historische Zentrum von Sanaa geflogen zu haben. «Wir wissen, dass diese Stätten sehr wichtig sind», sagte der Sprecher der Koalition, General Ahmed al-Assiri, der Nachrichtenagentur AFP. Und weiter: «Wir haben mit Sicherheit innerhalb der Stadt keine Operation gestartet.»

Die Unesco hat die Altstadt von Sanaa 1986 auf ihre Welterbeliste genommen. Sie liegt 2200 Meter hoch in einem Bergtal und war eines der grössten Zentren für die Ausbreitung des Islams. Sie umfasst mehr als 6000 meist mehrgeschossige Häuser, die vor dem elften Jahrhundert errichtet wurden.

Im Jemen liefern sich schiitische Huthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Armeeeinheiten seit Wochen heftige Kämpfe mit den Truppen und Milizen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi, der nach Saudiarabien geflohen ist. Ende März startete die arabische Allianz Luftangriffe gegen die Huthi-Kämpfer. Seit dem Beginn der Kämpfe Mitte März wurden fast 2000 Menschen getötet und tausende weitere verletzt. Am Sonntag wollen die Konfliktparteien in Genf Gespräche führen.

SDA

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