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CIA-Gebäude in Kabul unter Beschuss

In Afghanistan ist es zu einem Angriff auf ein Gebäude der CIA gekommen. Mindestens ein US-Bürger wurde bei dem Anschlag getötet. Die Behörden bestätigen den Vorfall, geben sich aber sonst bedeckt.

Die CIA bestätigte den Angriff: David Petraeus (links), Chef der Organisation, während einer Pressekonferenz im September.
Die CIA bestätigte den Angriff: David Petraeus (links), Chef der Organisation, während einer Pressekonferenz im September.
Keystone

Bei einer Schiesserei in einem Gebäudekomplex der US-Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist ein US-Bürger getötet worden. Ein weiterer US-Bürger sei bei dem Angriff eines afghanischen Angestellten verletzt worden, teilt ein Botschaftssprecher in Kabul mit. Der Angreifer sei erschossen worden. Der Botschaftssprecher sagte, der afghanische Angestellte habe offenbar allein gehandelt. Seine Motive seien noch unklar. Nähere Angaben zu dem Vorfall machte der Botschaftssprecher nicht.

Ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums teilte mit, die Polizei habe am Sonntagabend «ein paar Minuten» lang Schüsse aus dem Inneren des Hotels Ariana auf dem Botschaftsgelände gehört. Afghanische Sicherheitskräfte hätten jedoch nicht hineingehen können, weil der Komplex den Nato-geführten Koalitionstruppen unterstehe und «ausserhalb der Reichweite der Polizei» liege.

Eskalierende Gewalt

Eine afghanische Regierungsquelle sagte AFP, der Ariana-Komplex werde vom US-Geheimdienst CIA genutzt. Der Sprecher der US-Botschaft wollte sich dazu nicht äussern. Auch die CIA selbst lehnte eine Stellungnahme ab.

Der Vorfall ereignete sich inmitten eskalierender Gewalt in der afghanischen Hauptstadt. Erst vor zwei Wochen hatten Aufständische einen Grossangriff auf das Diplomatenviertel in Kabul verübt. Bei dem rund 19 Stunden dauernden koordinierten Angriff in der Nähe der US-Botschaft und des Hauptquartiers der ISAF-Truppe waren mindestens 14 Afghanen getötet worden.

Am vergangenen Dienstag starb der ehemalige afghanische Präsident und Milizenführer Burhanuddin Rabbani durch einen auf ihn verübten Selbstmordanschlag in seinem ebenfalls im streng gesicherten Diplomatenviertel liegenden Haus in Kabul. Rabbani führte im Auftrag der afghanischen Regierung Friedensgespräche mit den radikalislamischen Taliban.

SDA/mrs

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