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Das eiserne Schweigen von Mubarak

Die Führung in Ägypten unter Präsident Hosni Mubarak schweigt weiter zu den anhaltenden Protesten. Die Polizei ging auch vergangene Nacht äusserst brutal gegen die Demonstranten vor. Erneut gab es Tote.

Mit den Schuhen herauswerfen: Ägyptische Demonstranten nach der Rede von Mubarak. (2. Februar 2011)
Mit den Schuhen herauswerfen: Ägyptische Demonstranten nach der Rede von Mubarak. (2. Februar 2011)
Keystone
Fordert Beginn der Transformation: Die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Ägypten lauschen den Worten des US-Präsidenten. (2. Februar 2011)
Fordert Beginn der Transformation: Die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Ägypten lauschen den Worten des US-Präsidenten. (2. Februar 2011)
Keystone
Nach dem Freitagsgebet am 28. Januar: Die Polizei geht in Kairo mit Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor.
Nach dem Freitagsgebet am 28. Januar: Die Polizei geht in Kairo mit Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor.
Keystone
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Das einzige Zugeständnis an die Demonstranten war eine Meldung der staatlichen Medien, wonach das Parlament am Sonntag über Massnahmen zur Armutsbekämpfung debattieren soll.

Weiter sollen eine Anhebung des staatlichen Mindestlohnes und eine bessere Gesundheitsversorgung thematisiert werden. Die Führung ist bemüht, die Demonstrationen nicht als politische Herausforderung zu betrachten, sondern als Sicherheitsproblem.

Für heute sind weitere Kundgebungen angekündigt. Der Donnerstag werde «kein Urlaubstag werden», erklärte die pro- demokratische «Bewegung des 6. April» auf der Internet-Plattform Facebook. «Die Aktion auf den Strassen wird weitergehen.»

Einige Protestgruppen haben zudem für morgen zu Demonstrationen aufgerufen. Sie forderten die Bürger auf, nach dem Freitagsgebet von den Moscheen aus loszumarschieren. Die Christen sollten nach dem Kirchgang auf die Strasse gehen.

Zusammenstösse in der Nacht

In der Nacht war es erneut zu heftigen Protesten mit Dutzenden Verletzten in Kairo und auf dem Sinai gekommen. Nach Angaben von Krankenhausärzten wurden bei Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei in Kairo und Suez ein Polizist und ein Demonstrant getötet.

ies wurde vom Innenministerium jedoch zunächst nicht bestätigt. Angehörige eines 27 Jahre alten Mannes, der sich in der Provinz Nord- Sinai an den Protesten beteiligt hatte, erklärten, er sei durch Schläge und Tränengas ums Leben gekommen. Aus Sicherheitskreisen hiess es dagegen, er habe Selbstmord begangen.

Seit Beginn der Proteste gegen die ägyptische Regierung vor zwei Tagen sind nach Angaben der Sicherheitskräfte bereits tausend Menschen festgenommen worden.

sda/AFP/bru/mrs/raa

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