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«Das Gewaltpotenzial steigt»

Die Bürgerrechtsbewegung im Iran wächst – ein Jahr nach den Protesten und ihrer Unterdrückung – im Stillen, sagt der Journalist Maziar Bahari.

Steigendes Gewaltpotenzial: Im Iran wächst die Wut gegen das eigene Regime.
Steigendes Gewaltpotenzial: Im Iran wächst die Wut gegen das eigene Regime.
Keystone

Vor einem Jahr gingen Millionen Iranerinnen und Iranern auf die Strasse, um gegen das Regime zu protestieren. Wo sind all die Menschen geblieben? Wegen der Gewalt des Regimes gehen die meisten nicht mehr auf die Strasse. Es gibt ein grosses Missverständnis. Im Westen glaubten viele, im Iran würde eine Revolution ausbrechen. Doch die Mehrheit der Iraner will keine Revolution, sondern Reformen – und zwar auf friedlichem Weg. Die Iraner haben in den letzten dreissig Jahren genug Gewalt und Krieg erlebt. Doch die Regierung lässt die Menschen nicht friedlich demonstrieren. Sie will keine Veränderungen. Aber die Aspirationen der Bevölkerung verschwinden nicht. Heute unterstützen sogar mehr Iraner als vor einem Jahr die Forderung nach Reformen. Doch weil gewaltlose Demonstrationen nicht möglich sind, müssen die Leute andere Wege finden, um zu protestieren.

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