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Der Jemen erhält eine Technokraten-Regierung

Nach wochenlangen Kämpfen zwischen Schiiten und Sunniten gibt es im Jemen erstmals wieder einen Dialog: Die beiden Konfliktparteien haben sich auf die Bildung einer gemeinsamen Regierung geeinigt.

Haben genug von der Gewalt: In Sanaa demonstrieren Menschen gegen die Kämpfe zwischen Schiiten und Sunniten. (1. November 2014)
Haben genug von der Gewalt: In Sanaa demonstrieren Menschen gegen die Kämpfe zwischen Schiiten und Sunniten. (1. November 2014)
Keystone

Schiitische Rebellen und ihre sunnitischen Widersacher im Jemen haben sich auf die Bildung einer Technokraten-Regierung geeinigt, um die blutige Krise in dem Land zu beenden. Nach offiziellen Angaben unterzeichneten beide Seiten ein entsprechendes Abkommen.

Damit werden Präsident Abdrabuh Mansur Hadi und Regierungschef Chalid Bahah beauftragt, eine «fähige Regierung» zu bilden. Ausserdem sagen die Konfliktparteien demnach darin zu, das Kabinett zu unterstützen. Das Abkommen wurde im Beisein des UNO-Gesandten Dschamal Benomar in der Hauptstadt Sanaa unterzeichnet.

Huthi-Rebellen auf dem Vormarsch

Einer der Unterzeichner, Abdel Asis Dschubari von der liberalen Partei für Gerechtigkeit und Aufbau, bezeichnete das Abkommen als «Kompromiss». So werde das Problem aus dem Weg geräumt, die Ministerposten unter den verschiedenen Gruppen aufteilen zu müssen.

Seit Wochen sind die Huthi-Rebellen im Jemen auf dem Vormarsch und kontrollieren neben Sanaa auch die strategisch wichtige Hafenstadt Hudeida. Im Namen der schiitischen Minderheit fordern sie mehr politische Mitsprache.

Die sunnitischen Stammesmilizen griffen daraufhin zu den Waffen und zogen an der Seite von al-Qaida gegen die Schiiten in den Kampf. Der Jemen wird seit dem Sturz von Machthaber Ali Abdullah Saleh im Jahr 2012 von schweren politischen Unruhen und Gewalt erschüttert.

SDA/kpn

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