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Die Killer-Maschine

Der Anschlag auf das Einkaufszentrum in Nairobi rückt die Al-Shabaab-Miliz ins Zentrum des weltweiten Interesses. Wer sind die «Jungs»? Wer ist ihr Chef? Wie stark sind sie noch?

Al-Shabaab entstand aus einer Splittergruppe der Bewegung zur Errichtung eines fundamentalistischen islamischen Staats in Somalia. Schätzungen zufolge hat die Terrorgruppe mehrere Tausend Kämpfer. Darunter sind auch Kämpfer aus Nationen des Mittleren Ostens mit Erfahrung im Irak- und im Afghanistan-Krieg. Doch haben sich auch junge Somalier aus den USA und Europa der Gruppe angeschlossen.
Al-Shabaab entstand aus einer Splittergruppe der Bewegung zur Errichtung eines fundamentalistischen islamischen Staats in Somalia. Schätzungen zufolge hat die Terrorgruppe mehrere Tausend Kämpfer. Darunter sind auch Kämpfer aus Nationen des Mittleren Ostens mit Erfahrung im Irak- und im Afghanistan-Krieg. Doch haben sich auch junge Somalier aus den USA und Europa der Gruppe angeschlossen.
Keystone
Al-Shabaab drohte schon seit zwei Jahren mit Angriffen auf Kenia – als Vergeltung für die Beteiligung des Nachbarstaats an der Truppe zur Bekämpfung der Aufständischen in Somalia. In Uganda – ebenfalls Truppensteller in Somalia – schlug die Miliz bereits 2010 zu. Bei einem Bombenattentat in Kampala kamen über 70 Menschen ums Leben. Bild: Das Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi.
Al-Shabaab drohte schon seit zwei Jahren mit Angriffen auf Kenia – als Vergeltung für die Beteiligung des Nachbarstaats an der Truppe zur Bekämpfung der Aufständischen in Somalia. In Uganda – ebenfalls Truppensteller in Somalia – schlug die Miliz bereits 2010 zu. Bei einem Bombenattentat in Kampala kamen über 70 Menschen ums Leben. Bild: Das Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi.
Keystone
Auch wenn die von den Vereinten Nationen gestützte Mission der Afrikanischen Union (AU) in Somalia (Amisom) Erfolge verbuchen kann – ihren Kampf gegen den Terrorismus hat sie noch lange nicht gewonnen, wie Experten vermuten. Bild: Angehörige der Amisom-Truppen, die aus rund 17'000 Soldaten aus Kenia, Uganda und Burundi bestehen.
Auch wenn die von den Vereinten Nationen gestützte Mission der Afrikanischen Union (AU) in Somalia (Amisom) Erfolge verbuchen kann – ihren Kampf gegen den Terrorismus hat sie noch lange nicht gewonnen, wie Experten vermuten. Bild: Angehörige der Amisom-Truppen, die aus rund 17'000 Soldaten aus Kenia, Uganda und Burundi bestehen.
Keystone
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Experten sahen bis vor wenigen Tagen bereits das Ende der Al-Shabaab-Miliz voraus. Die Jungs – was al-Shabaab auf Arabisch heisst – hatten ihren letzten urbanen Stützpunkt auf heimischem Boden, den somalischen Hafen Kismayo, verloren: Die Stadt, die ihren Nachschub und Zolleinkünfte sicherte, war ihnen von rund 4000 kenianischen Soldaten entrissen worden. Auch in anderen somalischen Landesteilen befanden sich die Jihadisten – von rund 17'000 Soldaten der afrikanischen Amisom-Mission gejagt – in der Defensive. Und es folgten interne Querelen, welche die Miliz auseinanderrissen.

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