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Die USA bleiben noch etwas länger

Längere Präsenz in Afghanistan: Das amerikanische Militär belässt 9800 Soldaten am Hindukusch – auf Bitten der Afghanen.

pst
Bleiben noch länger: US-Soldaten hören einer Rede des US-Verteidigungsministers in Kandahar zu. (22. Februar 2015)
Bleiben noch länger: US-Soldaten hören einer Rede des US-Verteidigungsministers in Kandahar zu. (22. Februar 2015)
Jonathan Ernst, Reuters

Angesichts der unsicheren Lage in Afghanistan verzögern die USA das Tempo des Rückzugs ihrer Truppen. Bis Ende 2015 sollen nun 9800 Soldaten in dem Land bleiben, wie das Weisse Haus ankündigte. Geplant war, dass zu diesem Zeitpunkt lediglich 5500 US-Soldaten im Land sein sollten. Über die Grösse der US-Truppe 2016 solle später im Jahr entschieden werden, hiess es weiter.

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hatte US-Präsident Barack Obama gebeten, den Rückzug zu verlangsamen. Zum einen bereiteten sich die afghanischen Sicherheitskräfte auf harte Auseinandersetzungen im Frühling vor, zum anderen bekämpften sie Aufständische der Terrormiliz Islamischer Staat, die versuchten, Kämpfer zu rekrutieren.

Frist bis 2016

Die US-Regierung hatte bereits am Wochenende angekündigt, dass sie möglicherweise auch im nächsten Jahr mehr Truppen in Afghanistan behalten möchte. Die Frist 2016 gilt als eine wichtige Ziellinie in Obamas Sicherheitspolitik. Der Demokrat hat versprochen, bis zum Ende seiner Präsidentschaft alle Truppen aus Afghanistan abzuziehen – das Ende von Amerikas längstem Krieg.

Am Montag hatte Ghani den USA für ihre militärische Unterstützung in seinem Heimatland gedankt. Die US-Soldaten, aber auch die Steuerzahler hätten für den fast 14 Jahre dauernden Einsatz am Hindukusch viele Opfer gebracht. Er versprach, sein Land werde in Zukunft keine Last mehr für die internationale Gemeinschaft darstellen. Der Kampf gegen die radikalislamischen Taliban werde von den eigenen Truppen bewältigt werden.

(SDA)

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