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Die Wüstensöhne

Saif al-Islam Ghadhafi hat mit seinem Comeback überrascht. Sein Machtanspruch ist typisch für Sprösslinge arabischer Herrscher.

Der gefangen geglaubte Sohn tauchte plötzlich wieder in Tripolis auf : Saif al-Islam Ghadhafi ausserhalb des Rixos Hotels in Tripolis. (23. August 2011)
Der gefangen geglaubte Sohn tauchte plötzlich wieder in Tripolis auf : Saif al-Islam Ghadhafi ausserhalb des Rixos Hotels in Tripolis. (23. August 2011)
Keystone
Saif al-Islam hätte das Erbe seines Vaters antreten sollen: Demonstranten verbrennen ein Foto des Libyschen Diktators Muammar al-Ghadhafi. (21. Februar 2011)
Saif al-Islam hätte das Erbe seines Vaters antreten sollen: Demonstranten verbrennen ein Foto des Libyschen Diktators Muammar al-Ghadhafi. (21. Februar 2011)
Keystone
Der Sprung in die Politik dürfte dem Sohn des gestürzten Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali nun schwer fallen: Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude in Tunis. (20. Januar 2011)
Der Sprung in die Politik dürfte dem Sohn des gestürzten Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali nun schwer fallen: Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude in Tunis. (20. Januar 2011)
Reuters
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Er ist das Chamäleon unter den arabischen Diktatorensöhnen. Als Saif al-Islam, festgenommen geglaubter Sohn des libyschen Herrschers Muammar al-Ghadhafi, in der Nacht zu Dienstag plötzlich vor dem Hotel Rixos in Tripolis auftauchte und ausländische Journalisten zu einer Spritztour durch das von Regierungstruppen kontrollierte Tripolis lud, trug er Kampfhose, ein olivfarbenes T-Shirt und im Gesicht ein aasiges Grinsen. «Dies ist unser Volk. Hier werden wir leben, hier werden wir sterben», verkündete er. Und der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag, der Haftbefehl gegen ihn erlassen hat, weil er als eine Art Premier und Komplize seines Vaters Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen haben soll? Den Haag, sagt Saif, «kann zur Hölle gehen».

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