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Elektroingenieur wird libyscher Regierungschef

Der libysche Übergangsrat hat einen neuen Ministerpräsidenten benannt: Der Elektroingenieur Abdel Rahim al-Kib wird der neue Regierungschef des afrikanischen Landes.

Muss bald seinen Platz räumen: Der libysche Übergangsführer Mahmud Jibril. (Archivbild)
Muss bald seinen Platz räumen: Der libysche Übergangsführer Mahmud Jibril. (Archivbild)
AFP

Neuer Chef der libyschen Übergangsregierung ist der Elektroingenieur Abdel Rahim al-Kib. Kib wurde heute Abend in Tripolis von den Mitgliedern des Nationalen Übergangsrats gewählt. Demnach setzte sich Kib im ersten Wahlgang mit 26 von 51 Stimmen gegen vier Konkurrenten durch. Der bisherige Regierungschef des Übergangsrats, Mahmud Dschibril, trat nicht an.

Als erstes gab der Präsident des Übergangsrats, Mustafa Abdel Jalil, seine Stimme ab. «Diese Abstimmung beweist, dass die Libyer fähig sind, ihre Zukunft zu gestalten», sagte Dschalil.

Fünf zogen Kandidatur zurück

Von den zehn Kandidaten, die noch am Sonntag zur Wahl hatten wollten, zogen heute fünf ihre Kandidatur zurück, darunter auch der Vizepräsident des Übergangsrats, Abdel Hafes Ghoga. Jibril hatte eine Kandidatur von vornherein ausgeschlossen.

Neben Kib kandidierten der Öl- und Finanzminister des Übergangsrats, Ali Tarhuni, der langjährige Oppositionelle Idris Abu Fajed, der Vertreter des Übergangsrats in Europa, Ali Sidan, und der Wissenschaftler Mustafa al-Rodschbani.

Mit 19 Stimmen landete Rodschbani auf dem zweiten Platz, auf Tarhuni dagegen entfielen nur drei Stimmen. Der aus Tripolis stammende Elektroingenieur Kib war bisher wenig bekannt und spielte keine bedeutende Rolle in der Politik.

Nato-Einsatz beendet

Nach dem Fahrplan für den Übergangsprozess in Libyen soll bis Ende November eine Übergangsregierung gebildet werden. Binnen höchstens acht Monaten sollen Wahlen zu einer verfassunggebenden Versammlung stattfinden und spätestens ein Jahr darauf Parlamentswahlen.

Der Übergangsrat hatte am 23. Oktober nach 42 Jahren unter der Herrschaft von Muammar el Gaddafi die Befreiung des Landes erklärt. Heute beendete die Nato offiziell ihren Einsatz in dem nordafrikanischen Land.

dapd/wid

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