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Explosionen erschüttern Militärstützpunkte

Mehrere Orte in Syrien sind in der Nacht angegriffen worden. Staatsmedien vermuten Israel hinter den Angriffen.

Erneut wurden Militärstützpunkte angegriffen: Explosionen waren einen Tag zuvor auch in Damaskus zu hören. (28. April 2018)
Erneut wurden Militärstützpunkte angegriffen: Explosionen waren einen Tag zuvor auch in Damaskus zu hören. (28. April 2018)
Rami al Sayed, AFP
Anfang April wurde eine Militärbasis in Homs angegriffen:  Russland macht Israel für Angriff verantwortlich.
Anfang April wurde eine Militärbasis in Homs angegriffen: Russland macht Israel für Angriff verantwortlich.
Alexander Nemenov, AFP
Ein Kind erhält nach einem mutmasslichen Giftgasangriff in Duma, nahe Damaskus, Sauerstoff. (8. April 2018)
Ein Kind erhält nach einem mutmasslichen Giftgasangriff in Duma, nahe Damaskus, Sauerstoff. (8. April 2018)
Syrian Civil Defense White Helmets, Keystone
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Eine Serie von schweren Explosionen hat am Sonntagabend in Syrien mehrere Stützpunkte der Armee und iranischer Milizen erschüttert. Laut der in Grossbritannien ansässigen syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden das Hauptquartier der 47. Brigade westlich der Stadt Hama sowie Stützpunkte nahe des Flughafens von Aleppo von Raketen getroffen.

Das Staatsfernsehen zeigte Aufnahmen von schweren Explosionen. Wer die Raketen abgefeuert habe, blieb nach Angaben der Aktivisten aber unklar. Staatsmedien äusserten die Vermutung, Israel könnte hinter den Angriffen stecken. Das israelische Militär kommentiert allerdings derartige Vorgänge grundsätzlich nicht.

Erst Stunden zuvor hatte Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman erklärt, die Streitkräfte behielten sich weitere Einsätze in Syrien vor. «Wir haben nicht die Absicht, Russland anzugreifen oder uns in innere syrische Angelegenheiten einzumischen», sagte er. Angriffe gegen iranische Milizen schloss er jedoch indirekt nicht aus. «Wenn jemand meint, dass es möglich ist, Raketen abzufeuern oder Israel selbst oder gar unsere Flugzeuge anzugreifen, dann werden wir zweifelsohne antworten, und zwar werden wir sehr heftig antworten», wurde der Minister von israelischen Medien zitiert.

Destabilisierung der ganzen Region

Nach Liebermans Worten habe Israel genau drei Probleme: «Iran, Iran und Iran.» Teheran versuche, die gesamte Region zu destabilisieren, und das nicht nur in Israel. «Schauen Sie einmal nach Jemen, Libanon, Irak und Syrien.» Iran unterstütze Stellvertreter rund um Israel. Viele islamistische Bewegungen würden ohne iranische Unterstützung «nicht einmal eine Woche überleben».

Der schiitische Iran unterstützt Syriens Regierung im Bürgerkrieg. Als verlängerter Arm Teherans hat sich die libanesische Hizbollah in den vergangenen Jahren in Syrien zu einer der stärksten Mächte entwickelt.

Iran ist neben Russland der engste Verbündete der Regierung von Staatschef Baschar al-Assad. Am 9. April hatten Russland und Syrien Israel für Angriffe auf Stützpunkte nahe Homs mit mindestens 14 Toten verantwortlich gemacht.

SDA/roy

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