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«Frankreich will sich Einfluss sichern für die Zeit nach Assad»

Neue Beweise für Giftgaseinsätze in Syrien setzen die USA weiter unter Druck. Was bedeutet dies für den Konfliktverlauf? Dazu Politologe Günter Meyer im Gespräch.

Giftgaseinsatz in Syrien bewiesen: Syrische Rebellen suchen in den Trümmern eines Hauses in Aleppo nach Verletzten.(3. Januar 2013)
Giftgaseinsatz in Syrien bewiesen: Syrische Rebellen suchen in den Trümmern eines Hauses in Aleppo nach Verletzten.(3. Januar 2013)
Reuters

Frankreich scheint Beweise für einen Giftgaseinsatz seitens des syrischen Regimes zu haben. Was bedeutet das? Frankreich hat zwar eindeutige Beweise dafür, dass Giftgas eingesetzt wurde, nicht aber durch wen. Die Behauptung der französischen Regierung, dass das Assad-Regime Sarin eingesetzt hat, soll offenbar die USA unter Druck setzen und ein militärisches Eingreifen in Syrien legitimieren. Der schwerste Einsatz chemischer Kampfstoffe hat am 19. März in einem von Assad kontrollierten Dorf nördlich von Aleppo stattgefunden, 26 Menschen, darunter auch drei Regierungssoldaten, wurden dabei getötet. Ein Giftgaseinsatz seitens des Assad-Regimes in diesem Ort ist höchst unwahrscheinlich. Alle Recherchen deuten darauf hin, dass der Giftgasangriff von Rebellen verübt wurde. Dafür spricht auch, dass die türkische Polizei vor wenigen Tagen Jjihadisten der radikalislamistischen Al-Nusra-Front verhaftet hat, bei denen Saringas für einen geplanten Anschlag gefunden wurde.

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