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Gbagbos Kämpfer rücken vor

Einheiten des abgewählten Präsidenten der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, haben laut UNO-Angaben in der Wirtschaftsmetropole Abidjan wieder an Boden gewonnen.

Präsident Alassane Ouattara wendet sich in einer TV-Ansprache ans Volk und ruft zur Zurückhaltung auf. (11. April 2011)
Präsident Alassane Ouattara wendet sich in einer TV-Ansprache ans Volk und ruft zur Zurückhaltung auf. (11. April 2011)
Keystone
Ruft seine Anhänger zu einem Ende der Kampfhandlungen auf: Laurent Gbagbo und seine Frau Simone nach deren Festnahme.
Ruft seine Anhänger zu einem Ende der Kampfhandlungen auf: Laurent Gbagbo und seine Frau Simone nach deren Festnahme.
Reuters
Die Truppen von Ouattara übernehmen die Kontrolle über das staatliche Radio und Fernsehen: Der offiziell anerkannte Präsident hält eine Rede. (1. April 2011)
Die Truppen von Ouattara übernehmen die Kontrolle über das staatliche Radio und Fernsehen: Der offiziell anerkannte Präsident hält eine Rede. (1. April 2011)
Keystone
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Gbagbos Kämpfer seien am Freitagabend bis auf einen Kilometer auf das Hauptquartier seines international anerkannten Nachfolgers Alassane Ouattara vorgerückt, teilte der Leiter der UNO- Friedensmissionen, Alain Le Roy, in New York mit. Sie stünden nur noch einen Kilometer vom «Golf»-Hotel entfernt, in dem die Vereinten Nationen ihr Hauptquartier haben. Noch wenige Tage zuvor schien es nur eine Sache von Stunden zu sein, bis Gbagbo aufgibt und Ouattara Platz macht.

Nach Angaben von Le Roy verfügen die Kämpfer weiter über «zahlreiche Panzer und schwere Waffen». Die Kampfpause vom vergangenen Dienstag sei offenkundig nur ein Ablenkungsmanöver gewesen, «um ihre Position zu verstärken», sagte Le Roy. Drei Generäle des abgewählten Präsidenten hatten am Dienstag Verhandlungen über dessen Aufgabe geführt. Doch dann weigerte sich Gbagbo in einem Fernsehinterview, die Macht an seinen Rivalen abzugeben. Kurz darauf wurden die Verhandlungen für gescheitert erklärt.

Ausharren im Bunker

Ouattaras Truppen kontrollieren inzwischen den grössten Teil des Landes, Gbagbo hält sich in einem Bunker seiner Residenz in Abidjan verschanzt. Versuche von Ouattaras Soldaten, ihn dort gewaltsam herauszuholen, schlugen bislang fehl. Jüngste Vorschläge von Ouattaras Kämpfern, den belagerten langjährigen Machthaber «auszuhungern», lehnte der Leiter der UNO- Friedensmissionen ab.

Die UNO-Mission in der Elfenbeinküste (UNOCI) habe kein Mandat für derartige Massnahmen, sagte Le Roy weiter. «Damit es klar ist: Wir unterstützen das nicht, haben damit auch nichts zu tun», sagte Le Roy. Auf die Frage, ob die UNO-Mission Gbagbo mit Wasser und Lebensmittel versorgen werde, sagte Le Roy, «vielleicht». Bislang sei dazu noch keine Entscheidung gefallen.

SDA/raa

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