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General Haftars Truppen sind 30 Kilometer vor Tripolis

Einheiten der abtrünnigen Libyschen Nationalen Armee haben ohne Gefechte kurz vor der libyschen Hauptstadt einen Kontrollposten eingenommen.

Kurz vor Tripolis: Die Truppen des abtrünnigen libyschen Generals Chalifa Haftar. (3. April 2019)
Kurz vor Tripolis: Die Truppen des abtrünnigen libyschen Generals Chalifa Haftar. (3. April 2019)
AFP
General Chalifa Haftar hat seinen Truppen befohlen, in Richtung der Hauptstadt vorzurücken. (Archivbild)
General Chalifa Haftar hat seinen Truppen befohlen, in Richtung der Hauptstadt vorzurücken. (Archivbild)
Abdullah Doma, AFP
Die Ankündigung des Generals hat international Besorgnis ausgelöst.
Die Ankündigung des Generals hat international Besorgnis ausgelöst.
AFP
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Die Truppen des abtrünnigen libyschen Generals Chalifa Haftar sind auf weniger als 30 Kilometer von der Hauptstadt Tripolis vorgerückt. Einheiten der sogenannten Libyschen Nationalen Armee (LNA) bezogen am Donnerstagabend an einer Strassensperre 27 Kilometer von Tripolis entfernt Stellung.

Dies berichteten westliche Journalisten von vor Ort in der Nacht auf Freitag. LNA-General Abdessalem al-Hassi sagte, der Kontrollposten sei ohne Gefechte eingenommen worden. Vor Ort befanden sich mindestens 15 Pickups mit Luftabwehrgeschützen und dutzende Männer in Militäruniformen. Derweil kündigte die Tripolis Protection Force, ein Bündnis von Milizen der Hauptstadt, auf Facebook einen Einsatz an, um das Vorrücken der Libyschen Nationalen Armee zu stoppen. Nähere Angaben machte das Bündnis aber nicht.

Weltgemeinschaft besorgt

Haftar hatte seinen Truppen am Donnerstag befohlen, in Richtung der Hauptstadt Tripolis vorzurücken, wo die international anerkannte Regierung des nordafrikanischen Krisenstaates ihren Sitz hat. Bereits am Mittwochabend hatte die LNA angekündigt, sich auf eine Offensive im Westen des Landes vorzubereiten, um die Region von «Terroristen und Söldnern» zu säubern.

Die Ankündigung löste international Besorgnis aus. Die USA und mehrere Verbündete warnten vor einer militärischen Eskalation und drohten mit Konsequenzen. Der Uno-Sicherheitsrat wird sich am heutigen Freitag hinter verschlossenen Türen mit der Lage in Libyen befassen. Die Sitzung wurde auf Antrag Grossbritanniens einberufen, wie Diplomaten sagten.

Seit dem Sturz des Machthabers Muammar al-Ghadhafi im Jahr 2011 herrscht in dem nordafrikanischen Land Chaos. Die Regierung in Tripolis ist schwach und hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle. Haftar unterstützt mit seinen Truppen eine Gegenregierung, die im Osten Libyens herrscht.

SDA/chk

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