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Geschäftsmann ist Bürgermeister von Jerusalem

Der betont säkulare Kandidat und High-Tech-Unternehmer Nir Barkat hat nach Auszählung fast aller Stimmen die Bürgermeisterwahl in Jerusalem klar gewonnen. Für Barkat votierten fast 51 Prozent der Wähler.

Nir Barkat.
Nir Barkat.
Keystone

Sein ultra-orthodoxer Rivale Meir Porusch komme auf 42 Prozent der Stimmen, der aus Russland stammende Oligarch und Mäzen Arkadi Gaidamak auf 3,5 Prozent der Stimmen, berichtete die «Jerusalem Post». Der bisherige Bürgermeister Uri Lupolianski, der 2003 als erster Ultra-Orthodoxer die Wahl gewonnen und Ehud Olmert abgelöst hatte, trat bei den neuen Wahlen nicht mehr an.

Die Bürgermeisterwahl in Jerusalem gilt wegen der besonderen Bedeutung der Stadt für die drei grossen Weltreligionen als wichtig. Jerusalem hat etwa 730'000 Einwohner, darunter gut eine Viertelmillion Araber im 1967 besetzten Ostteil der Stadt. Wahlberechtigt sind knapp 530'000 Bürger.

Die Palästinensische Autonomiebehörde sowie der Mufti Jerusalems hatten die arabischen Wahlberechtigten jedoch zu einem Boykott aufgerufen, weil die Jerusalemer Stadtverwaltung die israelische Besatzung repräsentiere. Die Palästinenser beanspruchen den arabischen Ostteil Jerusalems als Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates.

SDA/bru

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