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Heftige Gefechte im Hungersnotgebiet

Ein Tag nach dem Start einer Luftbrücke für Hungernde in Somalia sind in der Hauptstadt Mogadiscio schwere Kämpfe ausgebrochen. Mehrere Menschen wurden getötet.

Eines von 258'000 Hungeropfern: Ein einjähriges Kind wird in einem Flüchtlingslager in Kenia nahe der somalischen Grenze beerdigt. (6. August 2011)
Eines von 258'000 Hungeropfern: Ein einjähriges Kind wird in einem Flüchtlingslager in Kenia nahe der somalischen Grenze beerdigt. (6. August 2011)
AP
Die extreme Dürre um das Jahr 2011 herum kostete nach UNO-Angaben weit mehr Menschen das Leben als bisher angenommen: Die Mutter am Grad des Kindes. (6. August 2011)
Die extreme Dürre um das Jahr 2011 herum kostete nach UNO-Angaben weit mehr Menschen das Leben als bisher angenommen: Die Mutter am Grad des Kindes. (6. August 2011)
AP
Die Dürre wird zuweilen von heftigen Regenfällen unterbrochen: Kinder spielen in den überfluteten Strassen im Quartier Hamar Jajab der somalischen Hauptstadt Mogadiscio. (14. Juli 2011)
Die Dürre wird zuweilen von heftigen Regenfällen unterbrochen: Kinder spielen in den überfluteten Strassen im Quartier Hamar Jajab der somalischen Hauptstadt Mogadiscio. (14. Juli 2011)
Reuters
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Bei einer Offensive zum Schutz der Hilfsaktion für die Hungernden in Mogadiscio haben Soldaten der Afrikanischen Union (AU) sechs Menschen getötet. Mindestens 20 weitere wurden bei der Offensive verletzt, wie der Leiter des Rettungsdienstes in der somalischen Hauptstadt erklärte. Kämpfer der Al-Shabab-Miliz haben bereits Männer getötet, die mit ihren hungernden Familien Zuflucht in Flüchtlingslagern suchen wollten. Die Milizen erklärten, es sei besser zu verhungern, als Hilfe vom Westen anzunehmen.

Die Soldaten der AU versuchten, Kämpfer der islamistischen Al-Shabab-Milizen aus der Nähe der Flüchtlingslager zu vertreiben, sagte ein Sprecher der Friedenstruppe. Die Sicherheitskräfte hätten eine «kurze, taktische, offensive Operation» gestartet, sagte Oberstleutnant Paddy Ankunda. Die Aktion solle die Sicherheit erhöhen und sicherstellen, dass Hilfsorganisationen die Hungernden weiterhin versorgen könnten. Die Angriffe der Extremisten gäben Anlass zur Sorge, sagte Ankunda.

Flugzeug mit zehn Tonnen Hilfsgütern

Die Tatsache, dass Al Shabab in der vergangenen Woche den Hilfsorganisationen die Erlaubnis, in Gebieten unter Kontrolle der Miliz aktiv zu sein, wieder entzogen habe, habe bereits jetzt Hunderttausenden Somaliern den Zugang zu Nahrungsmittelhilfe versperrt, erklärte er.

Gestern war ein Flugzeug mit zehn Tonnen Hilfsgütern in Mogadiscio gelandet. Die Luftbrücke soll in den kommenden Wochen fortgesetzt werden. Das Welternährungsprogramm (WFP) erklärte am Donnerstag, für die Hilfsaktion in Somalia fehlten noch 252 Millionen Dollar. Die Organisation fühle sich aber ermutigt von den jüngsten Zusagen von Geberländern, die 250 Millionen Dollar in Aussicht gestellt hätten.

SDA/bru

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