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In Ägypten geht das Licht aus

Geschlossene Läden ab 22 Uhr, Zapfenstreich in Restaurants und Bars um Mitternacht: Die ägyptische Regierung schränkt die Öffnungszeiten im Land drastisch ein. Die Geschäftsinhaber sind entsetzt.

fko
Künftig ist früher Ladenschluss: Eine Ägypterin beim Einkauf in einem Supermarkt in Kairo. (Archivbild)
Künftig ist früher Ladenschluss: Eine Ägypterin beim Einkauf in einem Supermarkt in Kairo. (Archivbild)
AFP

Die von Islamisten dominierte Regierung in Ägypten will das Nachtleben im Land einschränken. Von diesem Donnerstag an müssen alle Geschäfte um 22.00 Uhr schliessen. In den Restaurants und Bars soll um Mitternacht das Licht ausgehen.

Das meldete das staatliche Nachrichtenportal «Egynews» am Mittwoch. Späte Restaurantbesuche oder Shopping-Touren gehörten bislang zum Lebensstil vieler Ägypter.

Der Staat spart Geld

Der praktische Nebeneffekt neuer Ladenschlusszeiten: Der ägyptische Staat, dessen Devisenreserven seit dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak im Februar 2011 dramatisch geschrumpft sind, spart Geld. Wenn Geschäfte und Lokale früher schliessen, muss die Regierung weniger für subventionierten Strom ausgeben.

Ausgenommen von der neuen Regelung, die bei Geschäftsinhabern für Entsetzen sorgte, sind lediglich Lokale und Boutiquen mit einer «Tourismus-Lizenz».

Ein Restaurantbesitzer aus Kairo sagte: «Das ist der Versuch, aus den Ägyptern, die nachts gerne ausgehen, freudlose Menschen zu machen, deren Körper und Geist man leicht kontrollieren kann.»

(SDA)

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