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In Mossul geht die Christenhatz weiter

In der nordirakischen Stadt Mossul ermorden Extremisten offenbar weiter gezielt Angehörige der christlichen Minderheit.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak wurde am Sonntag ein christlicher Ladenbesitzer in seinem Geschäft erschossen.

Die Polizei in Mossul erklärte zwar, sie werde zusätzliche Kräfte zum Schutz der Christen abstellen. Dies stoppte aber nicht die Flucht der Christen, die von den Extremisten seit Wochen mit Gewalt und anonymen Drohbriefen aus der Stadt vertrieben werden. Binnen einer Woche sollen bereits an die 1000 Christen die Stadt verlassen haben.

Christen sind auf der Flucht

Bereits am Samstg seien mehr als 930 Familien aus der Stadt in christliche Dörfer geflohen, wo sie in Schulen und Kirchen Zuflucht suchten, sagte der Gouverneur der autonomen Provinz Niniwe, Duraid Kaschmula, am Samstag. Er machte Anhänger des Terrornetzwerks Al Kaida für die seit Jahren schlimmste Welle der Gewalt gegen Christen verantwortlich.

Seit Ende September wurden in Mossul mindestens elf Christen bei Angriffen getötet. Am Samstag wurden in der Stadt Suka drei Häuser von Christen in die Luft gesprengt. Der chaldäische Erzbischof Louis Sako hatte am Freitag von einer «Liquidierungskampagne» gegen Christen gesprochen und die US-Armee um Schutz gebeten.

SDA/bru

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