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Inspektoren fordern Zugang zu iranischer Atomanlage

Wissenschaftler und Inspektoren der Atomenergiebehörde IAEA sind in Teheran zu Gesprächen eingetroffen. Vorab verlangten sie Zutritt zur umstrittenen Militäranlage Parchin.

IAEA-Inspektoren wollen sie besichtigen: Die Militäranlage Parchin im Iran. (Archivbild)
IAEA-Inspektoren wollen sie besichtigen: Die Militäranlage Parchin im Iran. (Archivbild)
Keystone

Vor den heute in Teheran beginnenden Atomgesprächen haben Experten der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA erneut Zugang zur umstrittenen iranischen Militäranlage Parchin gefordert. Das siebenköpfige IAEA-Team traf gestern Abend in Teheran ein.

Man hoffe, dass der Iran dem Team Zugang gewähre, sagte der Chef der IAEA-Inspektoren, Herman Nackaerts, vor dem Abflug zu der eintägigen Reise nach Teheran: «Wir sind bereit.»

Wissenschaftler in der Delegation

Wie ein Diplomat am IAEA-Sitz in Wien mitteilte, gehören der Delegation auch Wissenschaftler an, die auch bei einem kurzfristig gestatteten Besuch der Anlage in Parchin eine fundierte Einschätzung abgeben könnten.

Die IAEA hat Hinweise auf mögliche Tests im Zusammenhang mit Atomwaffen in der Anlage, was die Regierung in Teheran aber bestreitet. In den vergangenen Monaten fanden dort umfangreiche Aufräumarbeiten statt.

Ablaufplan erarbeiten

Die bisherigen Gespräche der Atombehörde mit dem Iran waren ergebnislos geblieben. Dabei geht es nicht um Inhaltliches, sondern um die Festlegung eines Ablaufplans, nach dem die offenen Fragen abgearbeitet werden sollen.

«Unser Ziel der Reise ist, eine Übereinkunft zum Ablaufplan zu finden, um die offenen Fragen zu einer möglichen militärischen Dimension des iranischen Atomprogramms zu klären», sagte Nackaerts.

Ein erfolgreicher Abschluss der IAEA-Mission würde den Weg für neue Gespräche des Irans mit der sogenannten 5+1-Gruppe aus den fünf UNO-Vetomächten und Deutschland über das Atomprogramm ebnen.

SDA/chk

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