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Israelische Kampfjets bombardieren syrischen Stützpunkt

Kampfflugzeuge aus Israel haben gemäss Medienberichten einen Stützpunkt der syrischen Luftwaffe angegriffen. Ziel war offenbar eine Lieferung russischer Raketen.

Vernichtung russischer Waffen als Ziel: Israelisches Kampfflugzeug. (Archivbild)
Vernichtung russischer Waffen als Ziel: Israelisches Kampfflugzeug. (Archivbild)
Keystone

Schon im Frühjahr hatte Israel Waffenlieferungen für die Hizbollah auf syrischem Boden angegriffen. Nun schlug die Luftwaffe erneut zu - in der Hafenstadt Latakia.

Israelische Kampfflugzeuge haben nach Angaben aus US-Kreisen eine Lieferung russischer Raketen in Syrien angegriffen. Die Attacke sei in der Nacht zum Donnerstag auf den syrischen Hafen Latakia geflogen worden, hiess es. Ziel seien SA-125-Raketen aus russischer Produktion gewesen.

Israel hatte in diesem Jahr bereits zweimal Luftangriffe gegen mutmassliche Waffentransporte in Syrien geführt. So wurden im Januar und im Mai auf syrischem Territorium Transporte mit Raketen attackiert, die für die Hisbollah-Miliz im Libanon gedacht gewesen sein sollen. Informationen zu den damaligen Angriffen wurden ebenfalls aus US-Quellen verbreitet. Israel hat sie nie offiziell bestätigt.

Angriff zur Unzeit

Syrien hatte damals mit scharfer Kritik reagiert, aber nicht militärisch zurückgeschlagen. Dennoch galten die israelischen Angriffe angesichts der instabilen Lage in der Region als politisch und militärisch heikel. Der jetzige Militärschlag könnte die Vorbereitungen für die Syrien-Konferenz in Genf noch schwieriger machen.

Seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien 2011 hat es Israel vermieden, eine der verfeindeten Parteien offen zu unterstützen. Allerdings hat die Regierung in Jerusalem «Rote Linien» benannt. Dazu zählt die Lieferung von potenziell kriegsentscheidenden Waffen - sogenannten game changing weapons - an die Hizbollah.

Syrische Aktivisten und Oppositionelle hatten nach eigenen Angaben am Mittwochabend starke Explosionen in der Nähe einer Luftabwehreinrichtung in Latakia bemerkt. Die Ursache war jedoch diesen Angaben zufolge nicht auszumachen.

Noch im September hatten die USA mit einem Luftschlag gegen Syrien gedroht, weil nach dem Einsatz von Chemiewaffen eine von US-Präsident Barack Obama gesetzte «Rote Linie» überschritten war. Unter internationalem Druck liess sich Präsident Baschar al-Assad aber auf die Zerstörung seiner Chemiewaffen ein.

Die erste Etappe wurde nach Angaben der Organisation für das Verbot chemischer Waffen am Donnerstag fristgerecht erreicht: Noch vor dem 1. November wurden alle Anlagen zur Herstellung von Chemiewaffen im Land zerstört.

SDA

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