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Jemen droht Hungerkatastrophe

Saudiarabien hat die Häfen und Airports im Jemen blockiert. Dauert dies länger als zwei Wochen, sind die Folgen für die unterernährte Bevölkerung fatal.

Saudiarabien hat alle Häfen und Airports im Jemen schliessen lassen: Ein chronisch unterernährtes Mädchen erhält via Spritze von der Mutter Milch eingeflösst. Die Provinz Saada befindet sich nordwestlich von Sanaa. (November 2016)
Saudiarabien hat alle Häfen und Airports im Jemen schliessen lassen: Ein chronisch unterernährtes Mädchen erhält via Spritze von der Mutter Milch eingeflösst. Die Provinz Saada befindet sich nordwestlich von Sanaa. (November 2016)
AP Photo/Hani Mohammed, Keystone
«Menschen werden schlicht und einfach den Hungertod sterben»: UNO-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien spricht vor dem Weltsicherheitsrat. (10. März 2017)
«Menschen werden schlicht und einfach den Hungertod sterben»: UNO-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien spricht vor dem Weltsicherheitsrat. (10. März 2017)
Manuel Elias/The United Nations via AP, Keystone
Auch der Jemen gehört zu den vier Ländern, die am meisten von der Hungerstod betroffen sind.
Auch der Jemen gehört zu den vier Ländern, die am meisten von der Hungerstod betroffen sind.
Keystone
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Der Direktor des Welternährungsprogramms hat vor dem Hungertod von Hunderttausenden Kindern im Jemen gewarnt. Falls die saudiarabische Blockade aller Airports und Häfen anhalte, dürfte es im Jemen zu einer der verheerendsten humanitären Katastrophen kommen, die die Menschheit in den vergangenen Jahrzehnten gesehen habe, sagte David Beasley am Montag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP. Er sagte, die Blockade dürfe keine zwei Wochen andauern.

Seine UN-Organisation erreiche lediglich sieben Millionen Menschen vor Ort, so Beasley. «Teils haben wir nicht genug Mittel, teils haben wir keine Zugänge.» Er beklagte, rund 70 Prozent der jemenitischen Bevölkerung wüssten nicht, woher sie ihre nächste Mahlzeit bekommen würden. In dem seit Jahren von Krieg erfassten Land leben zwischen 27 und 28 Millionen Menschen.

Die von Saudiarabien geführte Militärkoalition hatte am Montag die Schliessung aller Häfen und Airports im Jemen verfügt. Damit reagierte das Bündnis auf eine am Wochenende von dort gestartete Rakete, die in Riad abgefangen wurde. Die Militärkoalition kämpft seit März 2015 aus der Luft gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen, die die international anerkannte Regierung im Jemen verdrängt haben.

dapd/foa

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