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Jesidin bringt Fünflinge zur Welt

Geburtswunder in extremis: Eine Jesidin brachte in Syrien Fünflinge zur Welt. Zuvor musste die 27-Jährige gleich zweimal von den Jihadisten flüchten.

Die Regierung könnte nun bald den Marschbefehl erteilen: Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien bei Suruc beobachten Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und Kämpfern des IS westlich von Kobane (Ain al-Arab). (2. Oktober 2014)
Die Regierung könnte nun bald den Marschbefehl erteilen: Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien bei Suruc beobachten Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und Kämpfern des IS westlich von Kobane (Ain al-Arab). (2. Oktober 2014)
Bulent Kilic, AFP
Könnten bald selber ins Geschehen eingreifen: Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien bei Suruc beobachten Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und Kämpfern des IS westlich von Kobane. (30. September 2014)
Könnten bald selber ins Geschehen eingreifen: Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien bei Suruc beobachten Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und Kämpfern des IS westlich von Kobane. (30. September 2014)
Burhan Ozbilici, Keystone
Führt IS an: Abu Bakr al-Baghdadi.
Führt IS an: Abu Bakr al-Baghdadi.
Reuters
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Nach ihrer Flucht vor den Angriffen der Jihadisten im Nordirak hat eine junge Jesidin in Syrien Fünflinge zur Welt gebracht. Wie das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Montag mitteilte, brachte die 27-jährige Tamam Ramadan am vergangenen Donnerstag in der nordöstlichen Stadt Kamischli zwei Jungen und drei Mädchen zur Welt. Den Babys gehe es gut, sagte ein Sprecher.

Die junge Frau stammt den Angaben zufolge selbst aus Syrien und ist mit einem Iraker verheiratet. Gleich zweimal musste sie vor den Kämpfern der Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) flüchten: Mitte Juni verliess sie Mossul, das von den Jihadisten eingenommen wurde, und floh nach Sindschar. Als sie davon hörte, dass die IS-Kämpfer auch dorthin vorrückten, floh die junge Jesidin mit ihrer Familie Ende Juli Richtung Syrien.

Zwei Tage zu Fuss unterwegs

Einem UN-Vertreter zufolge war die Hochschwangere mit ihren Angehörigen zwei Tage lang zu Fuss unterwegs, bis sie die irakisch-syrische Grenze erreichte. Nach der Geburt in einem Krankenhaus in Kamischli zog sie sich mit ihrer Familie in die nahe Ortschaft Tal Alu zurück. Die Fünflingsmutter lebe aber unter «schwierigen humanitären Bedingungen» und habe Probleme, genug Milch für ihre Babys zu besorgen, sagte der UN-Vertreter.

Die syrischen Behörden hatten in der vergangenen Woche erklärt, im Nordosten des Landes fast tausend irakische Familien aufgenommen zu haben. Vor allem die Angehörigen der Minderheit der Jesiden sind vor den brutalen Angriffen der Gruppe IS im Nordirak auf der Flucht.

AFP/mrs

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