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Kurden vertreiben IS-Miliz aus Kobane

Nach dem vom IS angerichteten Massaker an Zivilisten in Kobane sollen die Kurden wieder die Oberhand gewonnen haben.

Erfolg der Kurden: Ein türkischer Soldat schaut von der türkischen Seite auf die syrische Grenzstadt Kobane. (27. Juli 2015)
Erfolg der Kurden: Ein türkischer Soldat schaut von der türkischen Seite auf die syrische Grenzstadt Kobane. (27. Juli 2015)
AFP

Die kurdischen Milizen haben laut Aktivisten die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) wieder aus der syrischen Grenzstadt Kobane vertrieben. Zwei Tage nach Beginn einer IS-Offensive auf die Stadt an der Grenze zur Türkei hätten die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) wieder die Kontrolle über die IS-Stellungen errungen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Der kurdische Aktivist Rudi Mohammed Amin sagte, die gesamte Stadt sei wieder unter Kontrolle der YPG. Zahlreiche IS-Kämpfer seien getötet oder verletzt worden. Die Gefechte hätten aufgehört, die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) durchkämmten die Viertel auf der Suche nach Jihadisten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Zuvor hatte ein Sprecher der kurdischen Einheiten noch von Kämpfen um ein Spital am Stadtrand berichtet. Dort sollen sich Extremisten verschanzt haben.

«Ablenkungsmanöver»

Die Jihadisten waren im Januar nach viermonatigen Kämpfen zum Rückzug aus Kobane gezwungen worden, hatten am Donnerstag aber mit drei Selbstmordanschlägen überraschend eine neue Offensive gestartet. Laut der Beobachtungsstelle, die sich auf ein Netz von Informanten vor Ort stützt und deren Angaben nur schwer zu überprüfen sind, töteten die IS-Kämpfer bei ihrem Angriff mehr als 120 Zivilisten.

Laut Aktivisten wollten die Jihadisten die Stadt nicht erobern, sondern möglichst viele Zivilisten töten. Beobachter sprachen von einem «Ablenkungsmanöver», nachdem die IS-Miliz an anderer Front unter Druck geraten war.

AFP/rar

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