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Mehr Truppen, mehr Geld, neue Ideen

Der Westen will in Afghanistan die Wende erzwingen. Doch die Übermacht verpufft an den Abgründen eines widerspenstigen Landes. Das spüren auch die deutschen Nato-Soldaten.

Im Jahr 2010 waren in Afghanistan über 600 Soldaten der Isaf gefallen. Angehörige der Bundeswehr bei einem Einsatz in der Nähe von Kunduz.
Im Jahr 2010 waren in Afghanistan über 600 Soldaten der Isaf gefallen. Angehörige der Bundeswehr bei einem Einsatz in der Nähe von Kunduz.
Reuters
Nur bedingt einsatzfähig: Afghanische Polizisten, hier bei der Ausbildung.
Nur bedingt einsatzfähig: Afghanische Polizisten, hier bei der Ausbildung.
Reuters
Hält Wache: Der Flugplatz in der Nähe der Militärbasis von Kunduz muss vor dem Start einer Maschine gesichert sein.
Hält Wache: Der Flugplatz in der Nähe der Militärbasis von Kunduz muss vor dem Start einer Maschine gesichert sein.
Reuters
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Mit lautem Dröhnen schiebt sich die Kolonne die Sandpiste hoch. Vorne weg die Minensucher der Amerikaner, dann deutsche Panzer und Mannschaftswagen. Staub liegt in der Luft, als wir das Hochplateau erreichen. Links und rechts Wüste, in der Ferne einfache Häuser. Oberstleutnant Markus Kraft*, ein muskulöser Fallschirmjäger, sucht mit zusammengekniffenen Augen die Umgebung ab. «Von da drüben werden wir oft beschossen», er zeigt auf eine Ansammlung von Gehöften, vielleicht einen Kilometer entfernt. Hitze flirrt. Wir sind im Feindesland. Dort, hinter einer Lehmmauer, macht einer seinen Granatwerfer schussbreit. Er wird ihn nachher gegen uns richten.

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