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Mehrere Tote bei Razzia von Assads Truppen

Bei übergriffen durch syrische Sicherheitskräfte sind dreizehn Menschen getötet worden. Zudem wurde in Damaskus der französische Botschafter von Assad-Getreuen angegriffen.

Bekommen noch keine Unterstützung der UNO: Demonstranten ziehen durchs Zentrum von Homs. (28. September 2011)
Bekommen noch keine Unterstützung der UNO: Demonstranten ziehen durchs Zentrum von Homs. (28. September 2011)
Reuters
Fordern Assads Tod: Demonstranten in Idlib tragen Masken. (23. September 2011)
Fordern Assads Tod: Demonstranten in Idlib tragen Masken. (23. September 2011)
Reuters
Syrische Soldaten beobachten die Grenze zur Türkei in der Provinz Idlib. Die Zahl der in die Türkei geflohenen Syrer ist Ende Juni leicht zurückgegangen, nachdem der Exodusim Nordwesten des Landes wochenlang angehalten hatte. (29. Juni 2011)
Syrische Soldaten beobachten die Grenze zur Türkei in der Provinz Idlib. Die Zahl der in die Türkei geflohenen Syrer ist Ende Juni leicht zurückgegangen, nachdem der Exodusim Nordwesten des Landes wochenlang angehalten hatte. (29. Juni 2011)
AFP
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In Syrien haben Sicherheitskräfte nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten 13 Zivilisten getötet. Wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, wurden zwölf Menschen bei einer Razzia der Armee und weiterer Sicherheitskräfte in der Ortschaft Kusseir unweit der Stadt Homs getötet. Ein weiterer Mensch sei sei durch Sicherheitskräfte in der nördlichen Provinz Hama erschossen worden.

Seit Mitte März demonstrieren in Syrien fast täglich Oppositionelle gegen Präsident Bashar Assad. Bei der brutalen Niederschlagung der Proteste durch die Regierung starben nach UN-Angaben bereits mehr als 2600 Menschen, die meisten von ihnen Zivilisten.

Französischer Botschafter angegriffen

Der französische Botschafter in Syrien ist nach Angaben aus Paris in Damaskus mit Steinen und Eiern beworfen worden. Der Angriff ereignete sich nach einem Treffen von Botschafter Eric Chevallier mit einem griechisch-orthodoxen Patriarchen, wie aus Diplomatenkreisen verlautete.

Die Angreifer seien auch mit Eisenstangen bewaffnet gewesen, die sie aber offenbar nicht eingesetzt hätten. Chevallier und seine Mitarbeiter seien nicht verletzt worden. Der Botschafter wurde schon mehrfach von regierungstreuen Aktivisten in Syrien angegriffen, seitdem Frankreich und die EU den syrischen Präsidenten Bashar Assad zu einem Ende der Gewalt gegen Demonstranten aufgefordert haben.

EU-Sanktionen treten in Kraft

Einen Tag nach dem Beschluss neuer Sanktionen der Europäischen Union gegen die syrische Führung sind die Massnahmen am Samstag in Kraft getreten. Sie wurden in Brüssel offiziell veröffentlicht und mit der Anmerkungen versehen, «unmittelbar» zu gelten. Die Sanktionen verbieten weitere Investitionen in den syrischen Ölsektor und die Lieferung von Geldscheinen an die Zentralbank des Landes. Zudem wurden zwei weitere Vertraute von Präsident Bashar Assad und sechs weitere Unternehmen auf die Sanktionsliste genommen.

Die Assad-Vertrauten wurden mit Einreiseverboten in die EU belegt. Ausserdem wurde ihr in den EU-Staaten lagerndes Vermögen eingefroren. Auch die Guthaben der Unternehmen in der EU wurden gesperrt. Betroffen sind ein Fernsehsender, zwei Telekommunikationsfirmen sowie drei Unternehmen, die Militärzubehör für die syrische Armee produzieren. Insgesamt sind damit inzwischen 56 Vertreter der syrischen Staatsführung und 18 Unternehmen mit EU-Sanktionen belegt.

Die EU will die Regierung in Damaskus mit Sanktionen dazu bringen, die Gewalt gegen Regierungsgegner einzustellen. Unter anderem wurden in der Vergangenheit bereits ein Waffenembargo und ein Importstopp für syrisches Öl verhängt.

dapd/kpn

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